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Setzen, sechs!: Cops in Florida stellen neuen Diensthund vor - sein Name sorgt für Empörung

Hätten die Cops einer Polizeistation in Florida in Geschichte besser aufgepasst, wäre ihnen die Peinlichkeit am vergangenen Wochenende wohl erspart geblieben. Denn der Name, den sich ein Sheriff für seinen neuen Diensthund überlegt hatte, kam im Netz überhaupt nicht gut an.

Bloodhound Rommel vor seinem Dienstantritt

Diesen zehn Wochen alten Bloodhound wollte ein Sheriff in Florida nach einem Nazi-General benennen - und kassierte bei Twitter einen heftigen Shitstorm.

Größer konnte der Haufen kaum sein, in den sich das Lake County Sheriff's Office im US-Bundesstaat Florida am Freitag mit einem Tweet im Internet setzte. Auf dem offiziellen Twitter-Account @LCSOAlerts stellten die Cops stolz ihren neuen Diensthund, einen zehn Wochen alten belgischen Bloodhound, vor. An der Seite von Master Deputy Meintzschel soll der Vierbeiner zukünftig auf Verbrecherjagd gehen. Und eben dieser Deputy hatte sich für seinen neuen, tierischen Kollegen einen ganz besonderen Namen ausgedacht. Nämlich den seines Haustieres aus Kindertagen. Nur scheint der Mann mit dem zumindest deutsch anmutenden Nachnamen in Sachen Weltgeschichte eine kleine Wissenslücke zu haben. Sonst wäre es wohl kaum auf die Idee gekommen, den Hund als "Rommel" vorzustellen.

Follower protestieren: "Schämt euch!"

Rommel werde demnächst eine anstrengende Ausbildung beginnen, heißt es in dem Post weiter. Danach soll er in seinem Einsatzgebiet dabei helfen, vermisste Personen zu finden, flüchtende Verbrecher zu stellen und Beweise zu erschnüffeln. Bei den meisten der knapp 2500 Followern des LCSO kam die Namenswahl überhaupt nicht gut an. "Mein Vater hat im Zweiten Weltkrieg in Nordafrika gegen Rommel und seine Truppen gekämpft. Schämt euch", antwortete Userin Barbara Scott erbost. Einige andere erkundigten sich sarkastisch, ob Himmler und Goebbels schon an andere Diensthunde vergeben gewesen seien.  

Schnell zurückgerudert: Rommel heißt nun Scout

Weit mehr als 200, zumeist ungläubige und hämische, Kommentare tauchten binnen kurzer Zeit unter dem Post auf. Noch am Abend (Ortszeit), nur wenige Stunden nachdem Rommel vorgestellt wurde, ruderten die Cops zurück. "Unser neuer Bloodhound wurde zwar nach einem Haustier aus der Kindheit des Deputys benannt, doch er weiß nun, dass dieser Name auch mit einem NS-Kriegsverbrecher verbunden wird", heißt es in dem Tweet. Der Name von Generalfeldmarschall Erwin Rommel fällt nicht. Stattdessen hört der Bloodhound von Deputy Meintzschel nun auf den unverfänglichen Namen "Scout". Den Hashtag #nazi, der dem Post zunächst vorangestellt worden war, löschten die Verantwortlichen des Accounts einem Bericht der Zeitung "Insider" zufolge kurz nach der Veröffentlichung. 

 

Quellen: "thisisinsider.com"