Was braucht es, um bei Deutschland sucht den Superstar in die nächste Runde zu gelangen? Folgt man Kandidat Elyas: einen Song des Berliner Gangsterrappers AK Ausserkontrolle und einen Toilettenpömpel.
Am Samstagabend lieferte der Kandidat einen der merkwürdigsten Auftritte der neuen Staffel der RTL-Produktion. Die Messlatte liegt hoch, DSDS ist bekannt für schräge Vögel, vor und hinter dem Jury-Pult. In diesem Jahr sind das: ein weichgezeichneter Dieter Bohlen, die Schlagersängerin Isi Glück („Ich find' dich obergeil, in deinem Oberteil“) und der ehemalige Gangsterrapper Bushido, mittlerweile den Ermittlungsbehörden näher als der Straße.
DSDS produziert skurrile Kandidaten am Fließband
Mit ebendiesem Bushido gerät Kandidat Elyas am Samstagabend aneinander. An Selbstvertrauen mangelt es Elyas jedenfalls nicht. Vor seinem Auftritt prognostiziert er inbrünstig: „Ich werde Deutschlands nächster Superstar 2026! Ich bin das All-Inclusive-Paket. Ich bin jung. Ich bin fresh.“ Nun ja, Spoiler: So weit kommt es nicht.
Bevor Elyias seinen Auftritt beginnen kann, sagt Bushido: „Entschuldige dich aber, bevor du anfängst, bei ihm (AK Ausserkontrolle, Anm. d. Redaktion).“ Der Kandidat antwortet: „Nein, warum sollt' ich?“ Der Ton ist spätestens zu diesem Zeitpunkt gesetzt. Kurze Denkpause, dann schiebt er hinterher: „Kannst dich ja bei Arafat entschuldigen.“ Dramatischer Soundeffekt aus der RTL-Produktionskabine.
Kandidat provoziert Bushido mit dessen Vergangenheit
Er spielt damit auf einen Streit Bushidos mit dessen ehemaligem Manager, Clan-Boss Arafat Abou-Chaker, an. Der eskalierte zu einem langwierigen Gerichtsprozess und sorgte in letzter Konsequenz dafür, dass Bushido zwischenzeitlich unter Polizeischutz stand.
Im Studio scheint Bushido den verbalen Angriff gelassen zu nehmen. Er antwortet mit einem Lächeln: „Leg mal los. Der Beat setzt gleich ein. Und dann die Performance deines Lebens. Hoffentlich.“
Dazu kommt es nicht, Elyas ist die Lust am Rappen vergangen. „Nee, ich hab’ keinen Bock mehr.“ Und so zieht er von dannen, ohne eine Silbe vorgetragen zu haben. Das Geheimnis, wie er den Pömpel in seine Show eingebaut hätte, nimmt er wohl mit ins Grab.
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