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Enthüllungen im stern: Hartmann widerspricht Darstellung Edathys

Der SPD-Politiker Michael Hartmann hat den Äußerungen von Sebastian Edathy im stern widersprochen. In einer Erklärung bestreitet er, seinen Parteifreund über Ermittlungen informiert zu haben.

"Die Darstellung von Herrn Edathy ist unzutreffend": SPD-Politiker Michael Hartmann zu Äußerungen seines Parteifreundes im stern

"Die Darstellung von Herrn Edathy ist unzutreffend": SPD-Politiker Michael Hartmann zu Äußerungen seines Parteifreundes im stern

Der Mainzer SPD-Bundestagabgeordnete Michael Hartmann hat die Behauptung von Sebastian Edathy zurückgewiesen, er habe seinen Parteifreund vor möglichen Kinderporno-Ermittlungen gewarnt. "Die Darstellung von Herrn Edathy ist unzutreffend", steht in einer persönlichen Erklärung Hartmanns, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Er habe sich um Edathy gekümmert und verschiedentlich über dessen Befürchtung, gegen ihn könne strafrechtlich ermittelt werden, mit ihm auch kommuniziert. Er habe versucht, Edathy zu beruhigen. "Auf angebliche Informationen des damaligen BKA-Präsidenten Ziercke griff ich dabei nicht zurück", betonte Hartmann in der Erklärung vom Sonntag.

Gegenüber dem stern hatte sich Hartmann zunächst nicht zu den Äußerungen Edathys äußeren wollen. Ziercke hatte mitteilen lassen, dass die Darstellungen des früheren SPD-Politikers falsch seien. Edathy wiederum hatte seine Äußerungen gegenüber dem stern mit einer Eiddesstattlichen Versicherung untermauert.

"Mehrfach anders geäußert"

Er verwies darauf, dass Edathy sich bislang auch mehrfach anders zu dem Sachverhalt geäußert habe. "Danach will er aus den Medien über die Ermittlungen gegen einen kanadischen Kinder-Pornoring erfahren haben."

Am Abend des 15. November 2013 habe Edathy ihn auf einer Veranstaltung am Rande des SPD-Parteitags in Leipzig angesprochen und ihm offenbart, dass er bei der kanadischen Firma Kunde gewesen sei. "Er teilte mir weiterhin mit, dass das von ihm erworbene legale Material auch über Amazon zu erhalten sei."

Hartmann will sich nicht mehr äußern

Dennoch habe sich Edathy Sorgen gemacht und um Hilfe gebeten. Hartmann: "In der Zeit danach versuchte ich, mich um ihn zu kümmern. Dazu war ich als innenpolitischer Sprecher und langjähriger Kollege des einstmals von mir geschätzten Kollegen Edathy verpflichtet."

Hartmann kündigt auch an, dass er sich in der Sache zunächst nicht mehr äußern wolle: "Unter anderem weil ich andernfalls Einzelheiten zu dem damaligen Zustand von Edathy offenbaren müsste."

fin/DPA / DPA
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