HOME

Unglücksmaschine von Egyptair: Wie sicher ist der Airbus A320?

Bei der verschwundenen Maschine von Egyptair handelt es sich um einen Airbus A320, einen der meistverkauften Passagierjets. Weltweit sind davon 6600 Exemplare im Einsatz. Doch der Maschinentyp war bereits in mehrere tödliche Abstürze verwickelt. 

Airbus A320

Eines der meistgebauten Passagierjets weltweit: der Airbus A320

Die Flugzeuge der A320-Familie sind der Verkaufsschlager von Airbus und das Rückgrat des zivilen Luftverkehrs auf allen Kontinenten. Seit dem Produktionsbeginn im Jahre 1988 wurden rund 12.500 Exemplare der unterschiedlich großen Serien A318, A319, A320 und A321 geordert. Bisher wurden knapp 7000 Maschinen davon ausgeliefert, am häufigsten die A320.

Auch bei Lufthansa, Eurowings und Air Berlin werden fast alle Kurz- und Mittelstreckenflüge mit diesen Flugzeugtypen durchgeführt. Die Maschinen gelten als äußert sicher: Fachleute haben pro eine Million Starts eine Unfallrate mit tödlichem Ausgang von 0,16 errechnet: Erst bei 1,6 Millionen Flügen ist statistisch mit einem Zwischenfall zu rechnen. Beim vergleichbaren Konkurrenzmodell der Amerikaner, der Boeing 737, beträgt die etwas höhere Unfallrate 0,20.

A320 der Egyptair seit 2003 im Einsatz

Der jetzt vermisste Airbus A320 von Egyptair ist nach Angaben des Flugzeugbauers seit 2003 im Einsatz. Das Flugzeug ist unter dem Code SU-GCC registriert und mit der Seriennummer 2088 ausgestattet. Die Triebwerke stammen vom Hersteller International Aero Engines (IAE). Dieser Airbus ist bisher etwa 48.000 Stunden geflogen.

Noch vor Indienststellung des ersten A320 für den Linienverkehr stürzte ein Airbus A320 von Air France bei einer Flugzeugvorführung im Juni 1988 bei Mülhouse im Elsass ab – drei Menschen starben. In den Folgejahren stürzten A320-Jets unter anderem von Indian Airlines, Air Inter, Gulf Air ab - meist durch Pilotenfehler. Insgesamt wurden 29 Totalverluste registriert, wobei 949 Menschen ums Leben kamen. Auch bei dem Unglück des Germanwingsflug 9525 am 24. März 2015 - der Pilot hatte die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht - handelte sich um einen Airbus A320.

Im Oktober 2015 war ein Airbus A321 der russischen Gesellschaft Metrojet über dem Sinai abgestürzt. Dabei kamen alle 224 Menschen an Bord ums Leben. Russland und auch westliche Staaten gehen davon aus, dass die Maschine wegen eines Bombenanschlags abstürzte.

Auch wenn der Airbus A320 wiederholt in die Schlagzeilen geriet, handelt es sich bei der Maschine um ein weit verbreitetes und sehr sicheres Verkehrsflugzeug. Laut Michael Barr, Aviatik- und Sicherheitsexperte an der University of South California, sind bei zwölf Zwischenfällen in den vergangenen 15 Jahren acht auf menschliches und nicht technisches Versagen zurückzuführen.

 

Flugunfallstatistik 2015: Das sind die 15 sichersten Airlines
Platz 15: All Nippon Airways, Japan  Die größte japanische Fluglinie All Nippon Airways gilt als besonders sicher. Das Mitglied der Star Alliance fliegt täglich nach Frankfurt, München und Düsseldorf, unter anderem mit dem Dreamliner von Boeing (im Bild ein besonderer Dreamliner mit Star-Wars-Sonderbemalung).

Platz 15: All Nippon Airways, Japan
Die größte japanische Fluglinie All Nippon Airways gilt als besonders sicher. Das Mitglied der Star Alliance fliegt täglich nach Frankfurt, München und Düsseldorf, unter anderem mit dem Dreamliner von Boeing (im Bild ein besonderer Dreamliner mit Star-Wars-Sonderbemalung).


tib