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+++ Der Tag im Ticker +++: Russische Hooligans randalieren auf Rückreise in Köln - zwei Verletzte

Russische Hooligans haben auf der Rückreise aus Frankreich in Köln weiterrandaliert +++ In Deutschland drohen am Abend erneut schwere Unwetter +++ Gewerkschaft nennt Baufirma trotz Brückeneinsturz "überaus seriös"+++ Das Wichtigste des Tages im stern-Newsticker.

Ein Hooligan wird von zwei französischen Polizisten in Kampfmontur abgeführt

Nicht nur französische Polizisten müssen gegen Hooligans vorgehen - auf der Rückreise randalierten russische Hooligans in Köln

+++ 20.30 Uhr: Hooligans randalieren auf Rückreise in Köln +++

Russische Hooligans sollen in Köln vor dem Dom Touristen angegriffen haben. Die Hooligans befanden sich offenbar auf der Rückreise nach Moskau. Zwei Menschen wurden Medienangaben zufolge schwer verletzt. Insgesamt soll es sich um sieben Hooligans gehandelt haben. Sechs wurden dem Kölner "Express" zufolge von der Polizei festgenommen. Sie sollen mindestens eine Nacht festgehalten werden. Der siebte Hooligan ist offenbar noch auf der Flucht.

+++ 20.15 Uhr: Polizei setzt Hooligans an der Grenze fest +++

Zwölf Hooligans hat die Bundespolizei im Saarland vor dem EM-Spiel Deutschland-Polen an der Reise nach Frankreich gehindert. "Die waren gewaltbereit", sagte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bexbach, Jürgen Glaub. In Saint-Denis feierten die Fans vor der Partie am Donnerstagabend friedlich. Auch nach dem "Battle of Britain" zwischen England und Wales in Lens gab es ein ausgelassenes Fußballfest und keine Gewalt. 

+++ 19.02 Uhr: Bayern: Schwere Unwetter im Süd-Osten +++

Public-Viewing-Wetter ist das nicht gerade: Deutschland drohen am Abend erneut schwere Unwetter mit Hagel und Orkanböen. Vor allem in Niederbayern hat die "Unwetterzentrale" Alarmstufe Violett ausgerufen. Dort drohen Schwergewitter und heftiger Niederschlag. Vor allem der Landkreis Straubing-Bogen soll betroffen sein. Aber im Nord- und Südwestdeutschland sollen am Abend Gewitter durchziehen. 

In Niederbayern ist die Unwettergefahr am größten

In Niederbayern ist die Unwettergefahr am größten


+++ 18.16 Uhr: Union und SPD wollen Sexualstrafrecht weiter verschärfen +++

Union und SPD sind grundsätzlich einig über weitere Strafrechtsverschärfungen zum Schutz vor sexuellen Übergriffen. Verankert werden soll das Prinzip, dass ein klares "Nein" für eine Bestrafung von Tätern reichen soll. Vorgesehen sind außerdem neue Tatbestände, die aufdringliches Grapschen und sexuelle Attacken aus einer Gruppe heraus erfassen. Das sieht ein Eckpunktepapier hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Gesetz soll noch vor der Mitte Juli beginnenden Sommerpause verabschiedet werden.

+++ 17.23 Uhr: Haftstrafe für 33-Jährigen wegen Brandanschlags auf Asylunterkunft +++

Nach einem Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Dresden hat das Landgericht einen 33-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren verurteilt. Er wurde der Brandstiftung und des unerlaubten Waffenbesitzes für schuldig befunden. Der arbeitslose Mann hatte gestanden, mit zwei Komplizen am im Oktober 2015 Flaschen mit Benzin gefüllt und auf eine leerstehende Schule geworfen zu haben, die als Flüchtlingsheim vorgesehen war. Sie hätten keine weiteren Ausländer in ihrem Viertel gewollt, sagte er.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Für den Brandanschlag verhängte das Gericht eine Strafe von zwei Jahren und zehn Monaten. Dazu kamen zwei weitere Monate Haft wegen eines anderen Delikts.

+++ 16.53 Uhr: Kroatische Regierung stürzt über Misstrauensvotum +++

Mit überwältigender Mehrheit im Parlament ist der parteilose kroatische Regierungschef Tihomir Oreskovic nach nicht einmal fünf Monaten im Amt abgewählt worden. 125 der 151 Abgeordneten im "Sabor" stimmten am Donnerstag in Zagreb für seine Ablösung. Der einzigartige Schritt in der Parlamentsgeschichte des jüngsten EU-Mitglieds war von der größten Regierungspartei, der christlich-konservativen HDZ, eingeleitet worden. Am Ende hatte sich auch die sozialdemokratische Opposition angeschlossen.

Wie eine neue Regierung zustande kommen soll, ist weiter unklar. Nach der Verfassung hat die HDZ als stärkste Partei jetzt vier Wochen Zeit, um eine neue Regierung auf die Beine zu stellen, die von ihr geführt wird. Allerdings ist mehr als fraglich, ob die Partei die dafür notwendige Mehrheit von 76 Abgeordneten finden kann. Die Opposition strebt Neuwahlen an. 

+++ 15.23 Uhr: Stimmenrekorder der abgestürzten Egyptair-Maschine geborgen +++

Vier Wochen nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine über dem Mittelmeer ist eines der beiden Teile des Flugschreibers gefunden worden. Von dem in mehrere Teile zerbrochenen Stimmenrekorder wurde der Teil mit den Audioaufzeichnungen geborgen, teilte die ägyptische Luftfahrtbehörde am Donnerstag mitteilte. Flug MS804 von Paris nach Kairo war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Zunächst war am frühen Donnerstag die Absturzstelle geortet worden.


+++ 13.32 Uhr: Gewerkschaft nimmt Baufirma in Schutz +++

Nach dem Brückeneinsturz im fränkischen Werneck erhält die ausführende Baufirma Max Bögl Rückendeckung von der Gewerkschaft. "Das alteingesessene Unternehmen gehört zu den besten Baufirmen in Deutschland", sagte der Regionalleiter der IG Bauen Agrar Umwelt, Hans Beer, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Bögl sei eine "überaus seriöse Firma", bei der die einschlägigen Vorschriften zur Arbeitssicherheit genau eingehalten würden. Auch gebe es in allen Betriebsteilen Betriebsräte und es werde nach Tarif bezahlt. Die Firmengruppe aus Neumarkt bei Nürnberg investiere regelmäßig ins Unternehmen und beschäftige rund 6000 eigene, gut ausgebildete Fachkräfte.

+++ 11.17 Uhr: De Maizières Vorschlag von Hilfspolizisten stößt auf Ablehnung +++

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hält nichts vom Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière für den Einsatz von Hilfspolizisten mit Kurzausbildung. "Dieser Vorschlag gibt ein völlig falsches Signal und geht in die völlig falsche Richtung", sagte er am Rande der Innenministerkonferenz im saarländischen Perl-Nennig. Das Gewaltmonopol liege bei einer "hervorragend und qualifiziert ausgebildeten Polizei - und das muss auch so bleiben."

"Ich halte überhaupt nichts von einer "Polizei-Light", das kann nicht der richtige Weg sein", sagte er. Wo Polizei fehle, müsse mehr ausgebildet und eingestellt werden. "Aber Frauen und Männer in Crash-Kursen innerhalb weniger Wochen auszubilden, sie in Uniformen zu stecken und ihnen dann auch noch eine Waffe zu geben, das geht wirklich zu weit und ist im Grunde unverantwortlich."

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußerte sich kritisch zum Vorschlag de Maizières. "Ich bin da sehr skeptisch. Ein Polizist wird so auf einen Melder reduziert." Der Polizeiberuf sei aber "komplexer und anspruchsvoller, als dass er durch Hilfspolizisten erledigt werden könnte", sagte GdP-Vize Jörg Radek der "Saarbrücker Zeitung".

+++ 10.25 Uhr: Anwaltverein warnt vor Ausweisung weiterer sicherer Herkunftsländer +++

Vor der entscheidenden Abstimmung am Freitag im Bundesrat hat der Deutsche Anwaltverein (DAV) an die Länder appelliert, Algerien, Marokko und Tunesien nicht als sichere Herkunftsländer einzustufen. "Eine solche Einstufung widerspricht europäischem Recht und den Voraussetzungen, die das Bundesverfassungsgericht aufgestellt hat", erklärte die DAV-Asylexpertin Gisela Seidler in Berlin. Sie verwies vor allem auf die Gefahr von Folter in den betroffenen Ländern.

+++ 9.51 Uhr: Einsturz von Autobahnbrücke: Keine weiteren Opfer befürchtet +++

Nach dem teilweisen Einsturz einer neuen Autobahnbrücke an der A7 mit einem Toten suchen die Ermittler nach der Unfallursache. Ermittler der Kriminalpolizei, der Staatsanwaltschaft Schweinfurt und des Gewerbeaufsichtsamtes arbeiteten am Donnerstag weiter an der Unfallstelle an der Talbrücke Schraudenbach, wie das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg mitteilte. Ausschließen konnte die Polizei inzwischen, dass es weitere Opfer gab. Es werde davon ausgegangen, dass sich unter den Trümmerteilen niemand mehr befinde.

+++ 9.42 Uhr: Fünf Mordanklagen im Frankfurter Exorzismus-Fall +++

Eine sogenannte Teufelsaustreibung mit tödlichem Ausgang in Frankfurt hat zu Mordanklagen gegen fünf Mitglieder einer südkoreanischen Familie geführt. Wegen gemeinschaftlichen Mordes müssen sich eine 44 Jahre alte Frau, ihr 22 Jahre alter Sohn und ihre 19-jährige Tochter sowie zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche verantworten, wie Sprecherin Nadia Niesen von der Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie sollen eine 41-jährige Südkoreanerin am 5. Dezember bei einer Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel getötet haben.

+++ 9.10 Uhr: Disney-Vergnügungspark in Shanghai eröffnet +++

Mit großem Tamtam hat der Unterhaltungskonzern Disney seinen Vergnügungspark in Shanghai eröffnet. Ein Feuerwerk illuminierte den Himmel über dem Märchenschloss, Konzernchef Bob Iger sprach während der Eröffnungsfeier. Es sei "einer der aufregendsten Augenblicke in der Geschichte der Walt Disney Company". Schon Stunden vor dem Einlass standen viele Besucher Schlange. Als sich die Tore dann schon eine halbe Stunde früher als geplant öffneten, strömten tausende Besucher in den Park.

Der Park ist der sechste Vergnügungspark des Konzerns und der erste auf chinesischem Festland - in Hongkong residieren Micky Maus und Donald Duck bereits. Die Arbeiten in Shanghai hatten 2011 begonnen, mit 5,5 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro) ist es eine der höchsten ausländischen Investitionen in der Volksrepublik. 

+++ 8.57 Uhr: EU-Parlamentspräsident Schulz fordert "Aufstand der Anständigen" +++

Angesichts des Erstarkens rechter Kräfte in Deutschland und Europa hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, einen Aufstand der Mitte gefordert. "Es ist wieder an der Zeit, einen Aufstand der Anständigen zu organisieren", sagte Schulz der "Berliner Zeitung". Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Populisten und Extremisten den sozialen Frieden in Europa gefährden.

Den Hetzern, den großen Vereinfachern und Spaltern sei viel zu lange das Feld überlassen worden. "Wir müssen sie endlich stellen und entlarven, wir müssen klipp und klar sagen, dass diese Konjunkturritter der Angst für alles einen Schuldigen, aber für nichts eine Lösung haben und dass die Politik der Abschottung, der Ausgrenzung und der Herabsetzung anderer den Kontinent schon einmal in die Katastrophe geführt hat."

+++ 7.33 Uhr: Nach Einsturz von Brückenteil: Verkehr läuft auf der A7 +++

Nach dem tödlichen Unfall beim Bau einer neuen Autobahnbrücke läuft der Verkehr auf der vielbefahrenen Autobahn 7 wieder normal. Am Mittwoch hatten Schaulustige dort einen Stau verursacht. Der Verkehr führt über die alte Brücke auf der A7 neben dem Neubau, weswegen diese Strecke nicht direkt betroffen ist, wie ein Polizeisprecher erläuterte.

Die Ermittler haben dem Polizeisprecher zufolge bereits in der Nacht zum Donnerstag ihre Untersuchungen zur Einsturzursache fortgesetzt. Es seien weitere Informationen gesammelt worden, um mögliche Fehler zu erörtern. Was das Unglück verursacht habe, könne jedoch noch nicht gesagt werden, teilte der Polizeisprecher mit.

+++ 6.37 Uhr: AfD-Chefin Petry soll nicht Spitzenkandidatin werden +++

Eine Gruppe einflussreicher AfD-Politiker will die Parteivorsitzende Frauke Petry als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017 verhindern. Petry dürfe sich nicht als alleinige Spitzenkandidaten in Stellung bringen, hieß es am Mittwochabend aus dem Kreis der Petry-Gegner. Zu ihnen zählen neben dem Vorsitzenden der Thüringer AfD-Landtagsfraktion, Björn Höcke, auch Mitglieder des Bundesvorstandes der Partei. Wen sie sich sonst auf diesem Platz wünschen, ließen sie auf Nachfrage zunächst offen.

+++ 4.03 Uhr: Lufthansa stoppt Flüge nach Venezuela +++

Die Lufthansa stoppt ab Freitag wegen offener Millionenforderungen die Flüge in das sozialistische Venezuela. Grund seien die schwierige wirtschaftliche Lage und die fehlende Möglichkeit, lokale Währungsbestände in US-Dollar zu tauschen, sagte ein Sprecher in Caracas. Die Fluggesellschaft fliegt seit 1971 das südamerikanische Land an. 

Der Staat bietet den Fluggesellschaften in der Regel nur einen sehr schlechten Wechselkurs an, der zu hohen Verlusten bei den in der Landeswährung Bolívar verkauften Tickets führt. Die Spanne reicht von einem offiziellen Kurs von zehn Bolívares für einen Dollar bis hin zu rund 1000 Bolívares auf dem Schwarzmarkt.

+++ 2.05 Uhr: Schießerei im Hamburger Rockermilieu - drei Verletzte +++

Bei einer Schießerei im Rockermilieu in Hamburg sind drei Menschen verletzt worden. Die Polizei fahndet nach einem Verdächtigen, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Donnerstag. Ein Anwohner im nordwestlichen Stadtteil Schnelsen habe am Mittwochabend Schüsse gehört und daraufhin die Polizei verständigt. Die Mordkommission ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Wegen des laufenden Einsatzes waren von der Polizei zunächst keine weiteren Informationen zu erfahren.

+++ 1.14 Uhr: Nato-Generalsekretär warnt vor russischen Expansionsplänen +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat vor russischen Expansionsplänen gewarnt. Der "Bild"-Zeitung sagte Stoltenberg: "Russland versucht mit militärischen Mitteln einen Einflussbereich aufzubauen." Das Bündnis beobachte eine massive russische Aufrüstung an der eigenen Grenze - in der Arktis, im Baltikum, im Schwarzen Meer bis zum Mittelmeer. Darauf müsse die Nato reagieren. 

"Die Truppenstationierung im Osten ist eine angemessene Reaktion auf Russlands aggressive Handlungen", sagte Stoltenberg. "Wir wollen unseren Partnern zeigen, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen. Und wir wollen potenziellen Angreifern zeigen, dass wir reagieren, wenn sie uns bedrohen." 

+++ 0.12 Uhr: Wrackteile von abgestürzter Egyptair-Maschine entdeckt +++

Vier Wochen nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine ins Mittelmeer sind Wrackteile des Flugzeuges entdeckt worden. Ein französisches Schiff habe Teile des Flugzeugrumpfes "an mehreren Stellen" entdeckt, teilte am Mittwochabend die ägyptische Ermittlungsbehörde mit. Die Teile seien von den Schiff "John Lethbridge" entdeckt worden. Dieses hat neben Ortungsgeräten einen Tauchroboter an Bord, der den Meeresgrund absuchen kann.

Die Ermittler hoffen besonders, dass die Flugschreiber des Maschine gefunden und geborgen werden können. Ein Spezialschiff der französischen Marine hat bereits Signale von einem der Flugschreiber aufgefangen, die genaue Lage des Gerätes ist aber noch unklar. Dabei drängt die Zeit: Der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder senden ihre Ortungssignale in der Regel nur rund einen Monat lang aus.

mod / DPA / AFP