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Egyptair-Absturz: Mehr Leichenteile und Trümmer entdeckt

Was geschah mit Flug MS804. Einen Tag nach dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer hat das ägyptische Militär erste Spuren des Airbus A320 gefunden. Die Ereignisse des Tages zum Nachlesen.

Egyptair-Absturz

Viele Schiffe beteiligen sich an der Suche nach der abgestürzten Egyptair-Maschine im Mittelmeer

Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egyptair ist am Donnerstagmorgen offenbar über dem Mittelmeer abgestürzt. Vor der ägyptischen Küste läuft eine großangelegte Suchaktion.

Die bislang bekannten Fakten:

  • Flug MS804 von Paris nach Kairo verschwindet Donnerstagfrüh gegen 2.30 Uhr vom Radar, kurz nachdem er den ägyptischen Luftraum erreicht hat.
  • An Bord des Airbus A320 waren 56 Passagiere und zehn Crewmitglieder
  • Unter den Passagieren waren überwiegend Ägypter und Franzosen, aber kein Deutscher
  • Am Freitagvormittag wurden erste Wrackteile im Mittelmeer entdeckt
  • Ägyptens Regierung hält einen Anschlag für wahrscheinlicher als technisches Versagen. Beweise dafür gibt es aber keine.

Lesen Sie die Ereignisse im stern-Newsticker:

+++ 19.44 Uhr: Das war es für heute +++

Liebe Leserinnen und Leser,

wir beenden unseren Nachrichtenticker zum mutmaßlichen Absturz von MS804 für heute. Alle weiteren Entwicklungen finden Sie selbstverständlich weiterhin bei uns. 

Ihnen einen schönen Abend und einen guten Start ins Wochenende,

Ihre stern-Redaktion

+++ 17.36 Uhr: Suchradius beträgt 65 Kilometer +++

Unter Berufung auf Safwat Moslem, Vorsitzender von Egyptair, dass der Suchradius aktuell 65 Kilometer betrage. Bei Bedarf werde er aber ausgeweitet.

+++ 17.23 Uhr: Mehr Leichenteile und Trümmer entdeckt +++

An der vermeintlichen Absturzstelle wurden mehr Trümmer, persönliche Dinge der Passagiere, Leichenteile, Gepäck und Flugzeugsitze entdeckt. Das teilt Egyptair via Facebook mit. Die Fluggesellschaft beruft sich dabei auf an der Suche beteiligte Einheiten der ägyptischen Marine und des Militärs. Die Suche werde fortgesetzt.

+++ 16.25 Uhr: Passagierliste enthielt keine Terrorverdächtigen +++

Auf der Passagierliste von Flug MS804 habe kein Name gestanden, der von europäischen oder us-amerikanischen Behörden als terrorverdächtig eingestuft worden sei, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

+++ 15.34 Uhr: BBC: Angehörige feiern symbolische Beerdigungen +++

Laut BBC-Nahost-Korrespondentin Lina Sinjab haben einige Angehörige der MS804-Passagiere bereits symbolische Beerdigungen mit leeren Särgen gefeiert: "Hier ist es Sitte, die Toten so schnell wie möglich zu begraben, aber sie sind in der schwieriogen Situation nicht zu wissen, ob die Leichen jemals bei ihnen ankommen."

+++ 15.11 Uhr: ESA-Satellitenbild zeigt möglichen Ölfilm +++

Die europäische Weltraumbehörde Esa veröffentliche ein Satellitenbild, auf dem möglicherweise ein Ölfilm zu sehen ist. Die Aufnahme wurde gestern um 18 Uhr gemacht und zeigt die Gegend des Mittelmeers, in der MS804 abgetsürzt sein könnte. Die Esa hat nach eigenen Angaben diese Information an die Stellen weitergegeben, die den Sucheinsatz koordinieren.

+++ 14.57 Uhr: Papst betet für Passagiere +++

Papst Franziskus drückt den Angehörigen der Insassen seine Nähe und Solidarität aus. Das Kirchenoberhaupt sei sehr traurig über die Nachricht des "tragischen Absturzes" und vertraue die Seelen der Verstorbenen dem Allmächtigen an, heißt es in einem Schreiben von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin an Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi. Der Papst wünsche den Familien und allen mit der Suche nach dem Flugzeug beschäftigten Rettern Kraft und Frieden. 

+++ 13.23 Uhr: Suchteams bergen Körperteil +++

Ägyptische Suchmannschaften haben nach Angaben aus Griechenland neben Wrackteilen und persönlichen Gegenständen auch ein Körperteil,entdeckt. "Der Krisenstab Ägyptens hat uns über die Bergung eines Körperteils, eines oder zweier Sitze und einiger Kofferteile informiert", erklärt Verteidgungsminister Panos Kammenos im griechischen Fernsehen (ERT). "Wir haben nichts gefunden. Die Leitung hat Ägypten."

+++ 11.51 Uhr: Egyptair von Militär über Trümmerfund informiert +++

Egyptair teilt auf Facebook mit, dass das ägyptische Militär die Fluggesellschaft über den Trümmerfund unterrichtet habe. Zugleich spricht die Airline den Freunden und Familien der Passagiere ihr tiefstes Mitgefühl aus.

 +++ 11.02 Uhr: Trümmer von abgestürzter Maschine entdeckt +++

Das ägyptische Militär hat nach eigenen Angaben erste Trümmer der abgestürzten EgyptAir-Maschine entdeckt. Auch persönliche Gegenstände der Insassen seien rund 290 Kilometer nördlich der Küstenstadt Alexandria im Meer gefunden worden, teilt die Armee auf Facebook mit.

+++ 10.18 Uhr: Egyptair gibt Verbindung nach Kairo neue Flugnummer +++

Egyptair ändert offenbar die Nummer der Strecke Kairo-Paris. Statt wie bisher MS804 soll die Verbindung das Kürzel MS802 erhalten, heißt es aus Kreisen der Flughafenverwaltung in Ägyptens Hauptstadt. Das Ändern von Flugnummern nach Unglücken ist üblich. Fluglinien wollen nicht, dass Passagiere an eine zurückliegende Katastrophe erinnert werden. 

+++ 9.32 Uhr: Experten aus Frankreich treffen in Kairo ein +++

Vier Luftfahrtexperten aus Frankreich sind zu Untersuchungen in Kairo eingetroffen. Dabei handele es sich um drei Mitarbeiter der französischen Behörde für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt und einen Vertreter des Flugzeugbauers Airbus, heißt es aus Flughafenkreisen in Kairo.

+++ 8.57 Uhr: Tsipras spricht al-Sisi Beileid aus +++

Griechenland und Ägypten haben sich bei der Suche nach dem über dem Mittelmeer verschwundenen Passagierflugzeug weitere Zusammenarbeit zugesichert. Das teilt das Büro des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras mit. Dieser habe dem Präsidenten Ägyptens, Abdel Fattah al-Sisi, in einem Telefonat sein Beileid ausgesprochen. 

+++ 8.44 Uhr: "Absolut kein Hinweis" auf Absturz-Ursache +++

Der Grund für den Absturz ist nach Aussage des französischen Außenministers Jean-Marc Ayrault nach wie vor unklar. Es gebe weiterhin "absolut keinen Hinweis" auf die Umstände des Unglücks, sagt Ayrault im TV-Sender France 2. Weiterhin würden alle Hypothesen zu dem Absturz untersucht, keine davon habe Vorrang.

+++ 8.20 Uhr: Wetter könnte Suche erschweren +++

Auf die Suchmannschaften kommt ein zusätzliches Problem zu: Eine Schlechtwetterfront mit starken Regenfällen zieht von Westen her ins östliche Mittelmeer. Wie das griechische Wetteramt mitteilt, sollen die Winde südlich von Kreta an Kraft gewinnen und stufenweise Stärke sechs erreichen. Auf Satellitenbildern ist zu sehen, wie dichte Wolkenbänder sich im Mittelmeer Richtung Osten bewegen.

Die Karte zeigt die Route von Flug MS804 der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair

Die Karte zeigt die Route von Flug MS804 der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair

+++ 5.14 Uhr: Suche nach Egyptair-Jet geht weiter +++

Die großangelegte Suche nach möglichen Wrackteilen wird fortgesetzt. Beteiligt an der Aktion rund 200 Seemeilen südlich der Insel Karpathos und rund 100 Seemeilen vor der ägyptischen Küste sind unter anderem Marineschiffe und Flugzeuge aus Ägypten und Griechenland, auch Frankreich und die USA wollen Teams schicken. Gefunden wurden entgegen anderslautenden Berichten zunächst keine Überreste von Flug MS804.

+++ 23.57 Uhr: USA haben keine Hinweise auf Explosion +++

Das US-Verteidigungsministerium hat derzeit keine Hinweise auf eine Explosion an Bord des Flugzeuges. Es gebe zu diesem Zeitpunkt keine Erkenntnisse, die darauf hindeuteten, sagt eine Vertreterin des Pentagons. Es sei aber noch zu früh, um eine Ursache für den Absturz auszuschließen.

+++ 23.26 Uhr: Wrackteile stammen nicht von Flug MS804 +++

Egyptair korrigiert seine eigenen Angaben, wonach Wrackteile des abgestürzten Airbus A320 im Mittelmeer gefunden worden seien. Das teilt CNN unter Berufung auf den Vizepräsidenten von Egyptair, Ahmed Adel, mit. "Wir wurden eines Besseren belehrt, was die Trümmer angeht", sagt Adel dem US-Sender. "Was wir gefunden haben, ist nicht Teil unseres Flugzeugs."

mad/ / DPA / Reuters / AFP