HOME

Unglück über Mittelmeer: Egyptair-Maschine verschwunden - vom Wrack fehlt jede Spur

Ein Airbus der Fluggesellschaft Egyptair mit 66 Menschen an Bord ist auf dem Weg von Paris nach Kairo offenbar abgestürzt. Meldungen, dass Wrackteile gefunden wurden seien, hat die Airline revidiert - die Ereignisse des Tages.

Der verschwundene Airbus A320 der Egyptair am 8. Mai über dem Flughafen von Budapest

Der verschwundene Airbus A320 der Egyptair vor einigen Tagen über dem Flughafen von Budapest. Das Flugzeug ist am frühen Donnerstagmorgen auf dem Weg von Paris nach Kairo vom Radar verschwunden.


Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egyptair ist offenbar abgestürzt.

Die bislang bekannten Fakten:

  • Flug MS804 aus Paris kommend und unterwegs nach Kairo verschwindet vom Radar kurz nachdem er in den ägyptischen Luftraum geflogen ist.
  • Die Maschine war am späten Mittwochabend in der französischen Hauptstadt gestartet. 
  • An Bord des Airbus A320 waren 56 Passagiere und zehn Crewmitglieder
  • Unter den Opfern ist vermutlich kein Deutscher
  • Laut der Fluggesellschaft Egyptair wurden Wrackteile in der Nähe der griechischen Insel Karpathos gefunden, sie sollen aber nicht von der Unglücksmaschine stammen.
  • Die ägyptische Regierung halt einen Anschlag für wahrscheinlicher als ein technisches Versagen. 

Lesen Sie die Ereignisse des Tages im stern-Newsticker nach:

+++ 23.57 Uhr: USA haben keine Hinweise auf Explosion +++

Das US-Verteidigungsministerium hat derzeit keine Hinweise auf eine Explosion an Bord des Flugzeuges. Es gebe zu diesem Zeitpunkt keine Erkenntnisse, die darauf hindeuteten, sagte eine Vertreterin des Pentagons. Es sei aber noch zu früh, um eine Ursache für den Absturz auszuschließen, fügte sie hinzu.

+++ 23.26 Uhr: Egyptair: Wrackteile stammen nicht von Flug MS804 +++

Egyptair hat ihre eigenen Angaben korrigiert, wonach Wrackteile des abgestürzten Airbus A320 im Mittelmeer gefunden worden seien. Das teilte der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf den Vizepräsidenten von Egyptair, Ahmed Adel, mit.


+++ 21.39 Uhr: Egyptair veröffentlicht Nationalitäten der Passagiere+++



+++ 19.23 Uhr: Wrackfund offiziell bestätigt +++

Die Karte zeigt die Route von Flug MS804 der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair

Die Karte zeigt die Route von Flug MS804 der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair

Wrackteile des vermissten Egyptair-Flugzeuges sind der Airline zufolge im Mittelmeer gefunden worden. Die Überreste von Flug MS804 seien bei der griechischen Insel Karpathos geortet worden, gehe aus einem Schreiben des ägyptischen Außenministeriums hervor.

+++ 18.51 Uhr: Egyptair: "Wir haben das Wrack gefunden" +++

Ein Vertreter der Fluggesellschaft Egyptair sagt dem US-Sender CNN: "Wir haben das Wrack gefunden."

+++ 18.30 Uhr: US-Regierung in Kontakt mit Ägypten und Frankreich +++

Reuters meldet, die US-Regierung stehe in Kontakt mit den zuständigen Stellen in Ägypten und Frankreich und habe ihre Hilfe angeboten. Laut "Weißem Haus" sei es noch zu früh, sich auf  eine Unglücksursache festzulegen.

+++ 18.23 Uhr: Ägypten kündigt Untersuchung an +++

Das ägyptische Luftfahrtministerium will eine Untersuchung wegen der vermissten Egyptair-Maschine einleiten. An den Ermittlungen werde auch Frankreich teilnehmen, sagt der Leiter der Behörde für Flugunfalluntersuchungen, Aiman al Mukdam, in Kairo. Zudem würden Länder, deren Staatsbürger von dem Unglück betroffen seien, als Beobachter teilnehmen.

+++ 18.20 Uhr: Frankreich schickt Ermittler nach Ägypten +++

Die Nachrichtenagentur AFP meldet laut BBC, dass Frankreich Ermittler und technische Experten nach Ägypten entsendet, um Egyptair bei der Untersuchung zu unterstützen.

+++ 18.09 Uhr: Angehörige wohl auf dem Weg nach Kairo +++

Die BBC berichtet, vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle habe eine Flugzeug mit Angehörigen der Passagiere von Flug MS804 in Richtung KAiro abgehoben.

+++ 17.41 Uhr: Egyptair bestreitet Berichte über Fund von Wrackteilen +++

Die Airline Egyptair bestreitet Medienberichte, wonach Trümmerteile des vermissten Flugzeugs gefunden worden seien. Via Twitter teilt das Unternehmen mit, man habe die zuständigen Behörden kontaktiert. Diese hätten entsprechende Informationen nicht bestätigt, heißt es.

+++ 17.25 Uhr: Auch Kinder im vermissten Flugzeug +++

Laut der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf Angaben der Egyptair-Airline beruft, sollen unter den 66 Passagieren der vermissten Maschine auch drei Kinder gewesen sein.

+++ 16.48 Uhr: Aufnahmen sollen angeblich gefundene Rettungsweste zeigen +++

Ein offenbar an der Suchaktion nach der vermissten Egyptair-Maschine beteiligter Schiffskapitän hat auf Facebook Bilder veröffentlicht, die eine der beiden angeblich gefundenen Rettungswesten zeigen sollen. Einem Bericht der BBC zufolge arbeitet der Mann für das in Alexandria ansässiges Schiffsunternehmen Maersk Egypt S.A.E. Wo die Weste genau gefunden wurde, bleibt unklar.

+++ 16.39 Uhr: Ägypten bietet Angehörigen Flug nach Kairo an +++

Ägypten bietet Angehörigen der Egyptair-Passagieren in Paris an, sie nach Kairo zu fliegen. Den Familien seien kostenlose Tickets angeboten worden, sagt der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi. In der ägyptischen Hauptstadt würden Betreuer die Angehörigen unterstützen.

+++ 16.05 Uhr: Offenbar auch zwei Rettungswesten gefunden +++

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf griechische Regierungsbeamte, im Absturzgebiet seien auch zwei Rettungswesten gefunden worden, die vermutlich zu einem Flugzeug gehörten.

+++ 15.17 Uhr: Schiffe eilen zum angeblichen Wrackteile-Fundort +++

Laut dem Schiffstracking-Dienst Marine Traffic machen sich derzeit mehrere Schiffe auf den Weg in Richtung des Fundorts, wo möglicherweise zwei Wrackteile der vermissten Egyptair-Maschine entdeckt worden sind. 

Demnach beteiligen sich an der Suchaktion auch mehrere Frachtschiffe, darunter das Containerschiff "Sofia Express" der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd. Der Kapitän des Schiffs, Bernard Klein, sei um 8.19 Uhr von den griechischen Behörden aufgefordert worden, sich an der Suchaktion zu beteiligen, sagt ein Sprecher der Reederei am Donnerstag in Hamburg. Daneben sei rund ein halbes Dutzend weitere Handelsschiffe, die in der Nähe unterwegs waren, Teil der Suchaktion. Die 335 Meter lange "Sofia Express", die 8750 Standardcontainer tragen kann, ist unterwegs von Suez nach Savannah im US-Bundesstaat Georgia.

+++ 15.14 Uhr: Angehörige werden am Flughafen Kairo betreut +++

Einige Angehörige der Passagiere des vermissten Egyptair-Flugzeugs harren im Ungewissen am Flughafen der ägyptischen Hauptstadt Kairo aus. Die Familien würden dort betreut, sagt der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi. Zudem stellte die betroffene Fluggesellschaft Egyptair nach eigenen Angaben Übersetzer sowie Ärzte bereit. 

+++ 15.04 Uhr: Offenbar zwei Wrackteile entdeckt +++

Trümmer der vermissten Egyptair-Maschine sind nach einem Bericht des staatlichen griechischen Fernsehens südlich der Insel Karpathos gefunden worden. In griechischen Verteidigungskreisen heißt es, zwei Objekte seien 50 Meilen südöstlich jener Stelle entdeckt worden, wo das Flugzeug von den Radarsschirmen verschwunden sei.

Demnach hätten Suchmannschaften zwei große orangefarbene Objekte im Meer vor Ägypten entdeckt. In einer anderen Quellen wird der Abstand zur Insel Kaparthos jedoch mit 230 Seemeilen (etwa 420 Kilometer) angegeben.

+++ 14.54 Uhr: Russischer Geheimdienstchef spricht von Anschlag +++

Der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB geht von einem Anschlag aus. "Allem Anschein nach ist es ein Terrorakt, bei dem 66 Bürger verschiedener Staaten umgekommen sind", sagt Alexander Bortnikow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. Details nennt er nicht. "Wir rufen alle auf, einschließlich der Partner aus Europa, gemeinsam jene Personen aufzuspüren, die an diesem terroristischen Akt beteiligt sind", so Bortnikow bei einem Besuch in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

+++ 14.49 Uhr: Pilot hatte langjährige Berufserfahrung +++

Der Pilot der vermissten Egyptair-Maschine hat nach Angaben der Fluggesellschaft 6275 Flugstunden absolviert, 2101 davon mit Maschinen des Typs Airbus A320. 

"Bei deutschen Airlines erreicht man diese 6000 Flugstunden ungefähr nach zehn Jahren", sagt der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Markus Wahl. "Man kann also durchaus sagen, dass er erfahren gewesen ist." Der Copilot hat Egyptair zufolge 2766 Flugstunden absolviert.

+++ 14.41 Uhr: Ägyptens Luftfahrtminister: Eher Anschlag als technischer Defekt  +++

Der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi hält einen Terror-Anschlag für wahrscheinlicher als einen technischen Defekt. Er wolle nicht spekulieren, doch sei bei einer genauen Analyse des Vorfalls die Wahrscheinlichkeit eines "Terrorangriffs" höher als die eines technischen Versagens, sagt er.

Fathi teilt ferner mit, dass noch immer keine Wrackteile gefunden worden seien. Die Suche sei ausgeweitet worden. Solange keine Trümmer gefunden seien, werde Flug MS804 als vermisst betrachtet.

+++ 14.25 Uhr: Trump glaubt an Terror-Anschlag +++

Für den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump steht offenbar fest, dass die vermisste Egyptair-Maschine einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist. "Sieht wie eine weitere Terror-Attacke aus", schreibt der 69-Jährige auf Twitter und fragt: "Wann werden wir hart, klug und wachsam?".

+++ 13.52 Uhr: Staatsanwaltschaft Paris ermittelt +++

Die französische Staatsanwaltschaft leitet wegen des Verschwindens von Flug MS804 ein Ermittlungsverfahren ein. Derzeit gebe keine Hinweise auf eine Ursache, nichts könne ausgeschlossen werden, heißt es in einer Mitteilung.

+++ 13.07 Uhr: Flugzeug geriet offenbar ins Taumeln +++

Flug MS804 ist laut dem griechischen Verteidigungsminister Panos Kammenos allen Anzeichen nach abgestürzt. Der Airbus flog zunächst gegen 3.37 Uhr griechischer Ortszeit (2.37 Uhr MESZ) auf einer Höhe von gut 37.000 Fuß (knapp 11.300 Meter). "Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa zehn bis 15 Seemeilen im ägyptischen Flugraum", erklärt Kammenos im griechischen Fernsehen. "Dann machte sie eine Drehung von 90 Grad nach links und danach eine andere Drehung von 360 Grad nach rechts und fiel auf eine Höhe von 15.000 Fuß. Ihr Radarbild verschwand auf einer Höhe von 10.000 Fuß", so der Minister weiter. Die letzten Aufzeichnungen stammen demnach von 2.37 Uhr.

+++ 13.03 Uhr: Experten schließen Anschlag nicht aus +++

Laut dem Ex-Leiter der französischen Flugunfallbehörde, Jean-Paul Troadec, könnte Flug MS804 einem Anschlag zum Opfer gefallen sein. Troadec weist darauf hin, dass die Crew offenbar keinen Notruf absetzte. Bei technischen Problemen, einem Triebwerkschaden oder einem Brand bleibe aber normalerweise genügend Zeit zu reagieren. Auch der Luftfahrtexperte Gérard Feldzer hält ein technisches Problem für unwahrscheinlich. Der 2003 in Dienst genommene Airbus A320 sei noch "relativ neu" gewesen und unter "außerordentlich stabilen Bedingungen" abgestürzt. Auch an der Qualität seiner Wartung gebe es keinen Zweifel. Die Maschinen dieses Typs gälten als ausgesprochen sicher, so Feldzer.

Dass die Maschine mit tragbaren Raketenwerfern abgeschossen wurde, glaubt Feldzer nicht. Sie sei bei ihrem Absturz außer Reichweite derartiger Geschosse gewesen. Es sei durchaus möglich, dass eine Bombe am Flughafen von Paris oder Kairo an Bord geschmuggelt wurde, so Feldzer, nach dessen Angaben der Airbus am Mittwoch mehrmals zwischen beiden Hauptstädten gependelt war. Selbst bei extremen Sicherheitsvorkehrungen lasse sich keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten.

+++ 12.47 Uhr: Pilot bedankte sich gut gelaunt +++

Die griechische Aufsichtsbehörde Ypa bestätigt, dass der Pilot in seinem letzten Gespräch mit der griechischen Flugaufsicht "kein Problem erwähnt" hat. Der Funkkontakt sei zustande gekommen, als sich die Maschine in 37.000 Fuß Flughöhe in der Nähe der Hauptstadt Athen über der Insel Kea befunden habe. "Der Pilot war guter Laune und hat sich auf Griechisch bedankt", so die Ypa.

+++ 12.42 Uhr: Nato steht bereit +++

Die Nato würde bei den Such- und Rettungsbemühungen helfen. "Wenn es eine Bitte um Nato-Unterstützung geben sollte, sind wir selbstverständlich bereit zu helfen", sagt Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Das Bündnis verfolge die Lage bereits jetzt sehr genau. Im Mittelmeer stehen derzeit etliche Schiffe unter Nato-Kommando, darunter der deutsche Einsatzgruppenversorger "Bonn", von dem aus der Bündniseinsatz zur Eindämmung der unkontrollierten Migration über die Ägäis geführt wird. Zudem läuft im Mittelmeer bereits seit 2001 die Aufklärungs- und Patrouillen-Operation Active Endeavour.

+++ 12.34 Uhr: MS804 laut Hollande im Meer versunken +++

Frankreichs Präsident Francois Hollande gibt die Egyptair-Maschine auf. Es sei leider klar, dass das Flugzeug verloren und im Meer versunken sei, sagt er. Es werde nach Wrackteilen gesucht, um herauszubekommen, was geschehen sei. Die Ursache sei völlig offen, es könne nichts ausgeschlossen werden. Hollande spricht von der Möglichkeit eines Unfalls oder eines terroristischen Hintergrunds, "woran jeder denkt". 

+++ 11.55 Uhr: Keine Hinweise auf Deutsche an Bord +++

Bislang gibt es keine Hinweise auf deutsche Opfer. Das Auswärtige Amt bemühe sich darum, bei den Behörden in Frankreich und Ägypten Gewissheit darüber zu bekommen, heißt es aus dem Ministerium. Das zuständige Krisenreaktionszentrum arbeite "mit Hochdruck an der Aufklärung".

+++ 11.53 Uhr: Frankreich warnt vor Spekulationen +++

Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault mahnt zur Zurückhaltung bei Vermutungen über die Ursache des Verschwindens von Flug MS804: "Es gibt bisher überhaupt keine gesicherten Informationen", sagt Ayrault in Paris. Deswegen müsse man sehr vorsichtig sein mit Hypothesen zum Schicksal des Egyptair-Flugzeugs. Frankreich beteilige sich mit Flugzeugen und Schiffen an der Suche nach der Egyptair-Maschine. Paris stimme sich eng mit den Behörden in Ägypten und Griechenland ab.

+++ 11.34 Uhr: "Piloten haben keine Probleme erwähnt" +++

Die Egyptair-Piloten haben sich nach Angaben der griechischen zivilen Luftfahrtbehörde beim Verlassen des griechischen Luftraums nicht mehr gemeldet. "Als sie zunächst die Insel Kea (nahe Athen) überflogen, haben sie sich normal gemeldet und keine Probleme erwähnt", sagt Behördenchef Konstantinos Lintzarakos dem TV-Sender Skai. Das war um 1:55 Uhr deutscher Zeit (MESZ). Anschließend sei die Maschine normal weiter Richtung Ägypten geflogen. Die Piloten hätten sich aber nicht - wie es üblich ist - beim Verlassen des griechischen Flugkontrollraums südlich der Insel Karpathos und südöstlich von Kreta gemeldet. Gegen 2.30 Uhr deutscher Zeit verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen. 

Die griechischen Fluglotsen nahmen zunächst Kontakt mit der griechischen militärischen Luftsicherung auf, um doppelt zu checken, wo die Maschine ist. Als auch diese Fluglotsen meldeten, sie könnten nichts auf ihren Radarschirmen sehen, seien die ägyptischen Flugsicherungsbehörden alarmiert worden.

+++ 11.31 Uhr: Luftwaffe und Marine suchen im offenen Meer +++

Wie der griechische Generalstab erklärt, wird rund 130 Seemeilen (240 Kilometer) süd-südöstlich der griechischen Insel Karpathos im offenen Meer zwischen Griechenland und Ägypten nach der Maschine gesucht. An der Suchaktion nehmen zwei Flugzeuge der griechischen Luftwaffe und eine Fregatte der griechischen Kriegsmarine teil. Zwei Hubschrauber und ein anderes Flugzeug seien auf der Insel Karpathos und auf Kreta startbereit.

Karte mit der Insel Karpathos im Mittelmeer

Die Markierung zeigt die Insel Karpathos im Mittelmeer. Südostlich davon sollen Suchmannschaften zwei größere Wrackteile gefunden haben, die womöglich zum vermissten Egyptair-Flug MS804 gehören

+++ 11.06 Uhr: Kairo drückt Paris Beileid aus +++

Das ägyptische Außenministerium schickt ein Beileidsschreiben an Frankreich. Dies ist der erste offizielle Hinweis von ägyptischer Seite darauf, dass der Airbus abgestürzt ist, obwohl das Wort Absturz nicht benutzt wird. Beide Länder hätten vereinbart, eng bei der Suche nach den Unglücksursachen zusammenzuarbeiten, heißt es lediglich.

+++ 10.49 Uhr: Betroffener Airbus seit 2003 im Einsatz +++

Die verschwundene Maschine vom Typ A320 ist nach Angaben von Airbus seit 2003 im Einsatz. Das Flugzeug sei unter dem Code SU-GCC registriert und mit der Seriennummer 2088 ausgestattet, teilt der Flugzeugbauer mit. Die Triebwerke stammen vom Hersteller International Aero Engines (IAE). Dieser Airbus sei bisher etwa 48.000 Stunden geflogen.

Die Airbus-Verkaufsschlager der A320-Familie sind seit 1988 im Einsatz. Seit Produktionsbeginn wurden rund 12.500 Exemplare der unterschiedlich großen Serien A318, A319, A320 und A321 geordert. Bisher wurden mehr als 7000 Maschinen davon ausgeliefert, aktuell sind gut 6700 im weltweiten Flugbetrieb.

+++ 10.47 Uhr: Auch Luftfahrtminister dementiert Notruf +++

Entgegen ersten Berichten hat Flug MS804 vor dem Verschwinden kein Notsignal abgesetzt. Ein Mitglied der Rettungskräfte habe von dem Notsignal berichtet, diese Information aber wieder zurückgezogen, teilt Ägyptens Luftfahrtminister Scharif Fathi mit. Zuvor hatte Egyptair erklärt, Rettungskräfte des ägyptischen Militärs hätten um 4:26 Uhr Ortszeit (selbe Zeit wie in Deutschland) ein automatisches Notsignal der Maschine erhalten. Die Armee hatte daraufhin bereits mitgeteilt, keinerlei "Notrufmitteilungen" erhalten zu haben.

+++ 10.22 Uhr: Frankreich verspricht Ägypten Hilfe +++

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sichert seinem ägyptischen Amtskollegen Sameh Choukri Unterstützung zu. Beide Länder wollten bei der Aufklärung nach dem Verschwinden des Egyptair-Flugzeugs eng zusammenarbeiten, heißt es im Außenministerium in Paris. Ob auch französische Flugzeuge und Schiffe, die in der Region operieren, bei der Suche nach dem vermutlich abgestürzten Airbus A320 eingesetzt werden, ist noch unklar. 

+++ 10.02 Uhr: MS804 offenbar vor Karpathos abgestürzt +++

Nach Angaben eines Vertreters der griechischen Zivilluftfahrt ist die Egyptair-Maschine vor der griechischen Insel Karpathos abgestürzt. Das Flugzeug sei vom Radar verschwunden, als es sich im ägyptischen Luftraum aufhielt, und etwa 240 Kilometer von Karpathos entfernt abgestürzt, heißt es aus Kreisen der Zivilluftfahrt.

+++ 9.37 Uhr: Schiffstracking-Dienst zeigt Start der Suchaktion +++

Ein Video des Schiffstracking-Dienstes Marine Traffic zeigt, wie sich eine Reihe von Schiffen in das Gebiet aufmacht, in dem der Kontakt zu Flug MS804 abbrach, um bei der Suche zu helfen.

+++ 9.29 Uhr: Militär dementiert Notruf-Empfang +++

Das ägyptische Militär weist Angaben zu einem angeblichen Notsignal des vermissten Flugzeugs zurück. In einer Mitteilung auf der Facebookseite des Armeesprechers wird einer entsprechenden Äußerung eines Vertreters von Egyptair widersprochen. Der Vertreter der Airline hatte zuvor gesagt, das Militär habe um 04.26 Uhr (MESZ) ein Notsignal aufgefangen, nur wenige Minuten bevor Flug MS804 vom Radar verschwunden sei.

+++ 9.26 Uhr: Ägypten beruft Sicherheitsrat ein +++

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi ruft den nationalen Sicherheitsrat zusammen. Ministerpräsident Scherif Ismail sagt auf die Frage nach einem Terroranschlag, derzeit könne nichts ausgeschlossen werden.

+++ 9.15 Uhr: Frankreich beteiligt sich an Suche +++

Bei der Suche nach Flug MS804 macht auch Frankreich mit. Das Außenministerium kündigt an, Flugzeuge und Boote in die Region ins Mittelmeer zu entsenden. Zudem bestätigt das Ministerium, dass sich 15 Franzosen an Bord der Maschine befanden.

+++ 8.53 Uhr: Paris richtet Krisenstab und Notfalltelefon ein +++

Die französische Regierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Dafür sei auch eine Kontaktnummer eingerichtet worden, teilt Außenminister Jean-Marc Ayrault in Paris mit. Teams seines Ministeriums sowie der französischen Botschaft in Kairo seien mobilisiert, um alle Informationen zu dem verschwundenen Flugzeug zu sammeln.

Tel. für Angehörige von Insassen des Fluges: +33 1 48 64 59 59

Tel. französischer Krisenstab: +33 1 43 17 55 95

+++ 8.52 Uhr: Notsignal um 4.26 Uhr +++

Weitere Details zu dem Notruf werden bekannt: Laut Egyptair haben Rettungskräfte des ägyptischen Militärs um 4:26 Uhr (MESZ) und damit weniger als zehn Minuten vor dem Verschwinden des Flugzeugs ein automatisches Notsignal von dem Airbus empfangen. Der Kontakt war nach Angaben der Fluggesellschaft 280 Kilometer vor dem ägyptischen Festland abgebrochen.

+++ 8.42 Uhr: Airbus laut Luftfahrministerium abgestürzt +++

Flug MS804 ist Kreisen zufolge abgestürzt. Dies hätten erste Suchergebnisse ergeben, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Kreise des Luftfahrministeriums in Kairo. Die Absturzursache sei weiterhin völlig unklar.

+++ 8.36 Uhr: Flug MS804 soll Notruf gesendet haben +++

Laut Egyptair hatte die vermisste Passagiermaschine vor ihrem Verschwinden einen Notruf gesendet.

+++ 7.44 Uhr: Internationale Suchaktion läuft +++

Eine internationale Suchaktion nach Flug Flug MS804 ist angelaufen. Die ägyptischen Streitkräfte und Griechenland schickten Flugzeuge und Schiffe, um nach der vermissten Maschine Ausschau zu halten, wie die ägyptischen Streitkräfte mitteilt.

+++ 7.42 Uhr: Mehrheit der Passagiere Ägypter +++

Egyptair nennt auf Twitter die Nationalitäten der Passagiere: 30 Ägypter, 15 Franzosen, zwei Iraker, jeweils ein Brite, Belgier, Kuwaiter, Saudi-Arabier, Algerier, Kanadier, Portugiese, Sudanese und ein Passagier aus dem Tschad.

+++ 7.30 Uhr: Airbus vermutlich abgestürzt +++

Flug MS804 ist nach offiziellen Angaben vermutlich über dem Mittelmeer abgestürzt. Einen Hilferuf hätten die Piloten nicht abgesetzt, berichtet die Zeitung Ahram. Den letzten Kontakt mit der Flugzeugbesatzung habe es zehn Minute vor dem Verschwinden der Maschine gegeben.
Die griechischen Fluglotsen hätten ihre ägyptischen Kollegen darüber informiert, dass sie den Kontakt zu der Maschine verloren hätten, zitiert die "New York Times" den Chef der zuständigen Behörde in Ägypten. "Die Piloten haben keinen Hilferuf abgesetzt und nichts über einen Verlust an Höhe gesagt. Sie sind einfach verschwunden."

+++ 7.28 Uhr: Flugroute endet zwischen Kreta und Zypern +++

Auf der Internetseite Flightradar24 ist die Flugroute bis zum Abbruch der Kommunikation nachgezeichnet. Diese endet abrupt über dem Mittelmeer zwischen Kreta, Zypern und dem ägyptischen Festland.

+++ 7.17 Uhr: Rettungskräfte vor Ort +++

Ägyptische Rettungskräfte sind am Ort angekommen, an dem der vermisste Airbus vom Radar verschwunden ist. Spezialteams zur Untersuchung und Rettung seien am letzten bekannten Aufenthaltsort eingetroffen, teilt Egyptair mit. 

+++ 6.59 Uhr: Luftfahrtbehörde geht von Absturz aus +++

Mitarbeiter der ägyptischen Luftfahrtbehörde erklären, sie gingen davon aus, dass das Flugzeug ins Meer gestürzt sei.

+++ 6.47 Uhr: Egyptair korrigiert Passagierzahlen +++

Laut neuen Angaben von Egyptair waren 66 Menschen an Bord von Flug MS804: 56 Passagiere, sieben Besatzungsmitglieder, und drei Sicherheheitsleute. Unter den Passagieren sollen auch ein Kind und zwei Babys sein.

+++ 5.50 Uhr: Kontakt zur Maschine brach um 2.45 Uhr ab +++

Angaben aus Kairoer Behördenkreisen zufolge hat die Armee Flugzeuge entsandt, um das Gebiet der mutmaßlichen Unfallstelle über dem Mittelmeer abzusuchen. Das Staatsfernsehen berichtet, der Kontakt zur Maschine sei um 2.45 Uhr am Morgen abgerissen. Es gibt noch widersprüchliche Angaben dazu, ob sich das Flugzeug zu diesem Zeitpunkt bereits im ägyptischen Luftraum befand.

+++ 5.46 Uhr: Nach ersten Meldungen 69 Menschen an Bord +++

Der Airbus A320 mit der Flugnummer MS804 soll laut Egyptair mit 59 Passagiere und 10 Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo gewesen sein.

+++ 5.42 Uhr Airbus hatte ägyptischen Luftraum erreicht +++

Laut Egyptair flog die vermisste Maschine in einer Höhe von 11.000 Metern und befand sich bereits in ägyptischem Luftraum.

+++ 5.10 Uhr: Ägyptische Passagiermaschine vermisst +++

Eilmeldung der Deutschen Presse-Agentur: Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egypt Air wird vermisst. Das Flugzeug war auf dem Weg von Paris nach Kairo, teilt Egyptair im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

mad/mod/tkr/nik / DPA / Reuters / AFP