VG-Wort Pixel

Explosion in Mexiko-Stadt Bergungskräfte finden weitere Todesopfer


Vier Tage nach der Explosion der Pemex-Zentrale in Mexiko-Stadt haben Bergungskräfte drei weitere Tote geborgen. Die Zahl der Opfer steigt damit auf 36, die Ursache des Unglücks ist weiter unklar.

Vier Tage nach der Explosion in einem Hochhaus des mexikanischen Ölkonzerns Pemex haben Bergungskräfte drei weitere Opfer in den Trümmern gefunden. Dies teilte Staatschef Enrique Peña Nieto über Twitter mit. Damit stiegt die Zahl der Todesopfer auf 36. Weitere 121 Menschen wurden verletzt.

Die genaue Ursache der Explosion am vergangenen Donnerstag um 15.45 Uhr Ortszeit (22.45 Uhr MEZ) im Keller des Gebäudes war zunächst unklar. Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong kündigte eine gründliche Untersuchung an. Pemex-Quellen erwähnten eine Überhitzung der Klimaanlage des Gebäudes. Einige Zeugen sprachen von zwei Detonationen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Erdöl-Techniker, Moisés Flores, sprach von einer mangelhaften Wartung der Heiz- und Kühlanlage.

"Die erste Etage war voller Trümmer"

Viele der mehr als 10.000 Angestellten der Pemex-Verwaltung standen zum Zeitpunkt der Explosion kurz vor ihrem Feierabend. "Plötzlich gab es eine große Erschütterung, die erste Etage war voll von Trümmern, das Licht ging aus", sagte der Angestellte Cristian Obele dem Fernsehsender Milenio. Glasscherben seien in alle Richtungen geflogen, erzählte eine Überlebende unter Tränen.

Präsident Enrique Peña Nieto war zum Unglücksort geeilt. Der 214 Meter und 54 Etagen hohe Gebäudekomplex wurde evakuiert und die Straßen der Umgebung gesperrt. Die Explosion geschah nicht im Hauptturm, sondern in einem der beiden Nebengebäude, dem Tower B2. Der 1984 eingeweihte Pemex-Tower, das zweithöchste Gebäude in Mexiko-Stadt, gilt als besonders erdbebensicher. Er konnte dem Beben der Stärke 8,2 von 1985 ohne Schäden widerstehen.

ins/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker