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Verunglücktes Air-Algérie-Flugzeug: Bergungskräfte finden Flugschreiber

Bergungskräfte haben den Flugschreiber der verunglückten Air-Algérie-Maschine gefunden, das Gerät wird von Experten untersucht. Die französische Regierung vermutet das Wetter als Absturzursache.

Bergungskräfte haben einen Flugdatenschreiber der in Mali abgestürzten Air-Algérie-Flugzeugs gefunden. Die Aufzeichnungen sollten sehr schnell analysiert werden können, sagte Frankreichs Präsident François Hollande am Freitagvormittag in Paris. Das Gerät sei bereits auf dem Weg zu Experten. "Die französischen Soldaten, die bereits vor Ort sind, sichern die Unglücksstelle", ergänzte Hollande. Die Trümmer des Flugzeugs vom Typ McDonnell Douglas MD83 liegen im Zentrum des westafrikanischen Krisenstaates in der Region Gossi.

Die französische Regierung geht unterdessen davon aus, dass schlechtes Wetter die Ursache für den Absturz der Maschine über Mali war. Einen Raketenabschuss schließt man in Paris aus. Die Möglichkeit eines Schusses vom Boden sei "höchst unwahrscheinlich, wenn nicht sogar unmöglich", sagte Verkehrsstaatssekretär Frédéric Cuvillier dem Sender France 2. Die Wetterbedingungen in der Region seien zum Zeitpunkt des Absturzes "extrem schlecht" gewesen. Ob das der Hauptgrund für den Absturz sei oder ob es womöglich auch technische Probleme gegeben habe, müsse noch geklärt werden.

Auch Innenminister Bernard glaubt nicht, dass die Maschine bereits in der Luft zerstört wurde. "Wir denken, dass dieses Flugzeug aus Gründen abgestürzt ist, die etwas mit den Wetterbedingungen zu tun hatten." Bis zum Abschluss der Ermittlungen könne allerdings keine Unglücksursache ausgeschlossen werden, betonte er.

Möglicherweise vier Deutsche unter den Opfern

Das Wrack der abgestürzten Passagiermaschine von Air Algérie mit mindestens 116 Menschen an Bord wurde derweil nach Angaben der französischen Präsidentschaft klar identifiziert. Die Trümmer befänden sich im Norden Malis in der Region Gossi nahe der Grenze zu Burkina Faso, teilte der Elyséepalast am frühen Morgen mit. Er bestätigte damit frühere Angaben aus Burkina Faso und kündigte zugleich an, dass französische Soldaten zur Absturzstelle unterwegs seien, um das Gebiet abzusichern und erste Informationen zum Flugzeugunglück zu sammeln.

Beim Absturz des Passagierflugzeugs sind ersten Erkenntnissen zufolge alle Menschen an Bord ums Leben gekommen. "Angesichts des Zustandes des Flugzeuges ist es unwahrscheinlich, wenn nicht sogar ausgeschlossen, Überlebende zu finden", so Verkehrsstaatssekretär Cuvillier.

Das Flugzeug war im Auftrag von Air Algérie von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, nach Algerien unterwegs. An Bord waren laut ausführender Fluggesellschaft Swiftair auch vier Deutsche. Bisher konnte das Auswärtige Amt in Berlin dies nicht bestätigen.

Flugzeug am Donnerstagmorgen verschwunden

Warum die Maschine am frühen Donnerstagmorgen vom Radar verschwand, blieb zunächst unklar. Nach Angaben der Airline war 50 Minuten nach dem Start in Ouagadougou der Kontakt zu Flug AH5017 abgebrochen. Das Flugzeug des Typs MD83 gehört der spanischen Swiftair und wurde von Air Algérie geleast.

Laut Swiftair waren unter den Insassen 51 Franzosen, 24 Bürger Burkina Fasos, 8 Libanesen, 6 Algerier, 5 Kanadier, 4 Deutsche, 2 Luxemburger sowie jeweils ein Fluggast aus Mali, Belgien, dem Niger, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Rumänien und der Schweiz. Einige Identitäten waren zunächst noch unklar. Insgesamt waren den Angaben nach 110 Passagiere an Bord. Die 6 Besatzungsmitglieder stammten aus Spanien.

Das Auswärtige Amt in Berlin verwies darauf, dass die zuständige Botschaft in Burkina Faso eingeschaltet sei. Man bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob Deutsche betroffen seien.

Dritter Flugzeugabsturz in einer Woche

Frankreichs Präsident François Hollande verschob wegen der Ereignisse eine lange geplante Reise in französische Überseegebiete im Indischen Ozean. Seinen Informationen nach änderte die Besatzung wegen "besonders schwieriger Wetterverhältnisse" die Route.

Es ist weltweit der dritte Flugzeugabsturz binnen einer Woche. Am Donnerstag vergangener Woche war eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines im Osten der Ukraine abgestürzt - bei dem mutmaßlichen Abschuss kamen 298 Menschen ums Leben. Am Mittwoch starben in Taiwan mindestens 48 Menschen bei der Bruchlandung eines Regionalflugzeugs vom Typ ATR 72 der Airline Transasia.

car/mka/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.