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Flug AH5017: Auch Deutsche an Bord von algerischer Unglücksmaschine

Eine Maschine der Air Algerie mit 116 Menschen ist verschollen. Flug AH5017 war auf dem Weg von Burkina Faso nach Algerien. Die UN bestätigt: Das Flugzeug ist abgestürzt. An Bord waren auch Deutsche.

Das verschollene Flugzeug der Air Algerie ist nach UN-Angaben über Mali abgestürzt. Wie ein Kommandeur der dortigen UN-Mission, Brigadegeneral Koko Essien, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa sagte, verunglückte die Maschine im Zentrum des Landes zwischen den Städten Gao und Tessalit. Die UN-Mission in Mali und französische Soldaten hatten sich nach Angaben aus UN-Kreisen an der Suche nach der verschollenen Maschine beteiligt. Laut Angaben der Fluggesellschaft befanden sich an Bord auch vier Deutsche.

Wenige Stunden zuvor hatte die Fluglinie in einer in staatlichen Medien verbreiteten Erklärung mitgeteilt, dass der Kontakt zu Flug AH5017 am Donnerstagmorgen etwa 50 Minuten nach dem Start in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, abgebrochen war. Die Besatzung habe zuvor um eine Kursänderung wegen eines Unwetters gebeten, sagte der Verkehrsminister von Burkina Faso, Jean Bertin Ouedrago, auf einer Pressekonferenz.

Das Flugzeug vom Typ McDonnell Douglas MD-83 gehört der spanischen Gesellschaft Swiftair. Die Maschine war nach Angaben von Swiftair aber für die algerische Airline im Einsatz. An Bord des Fluges von Burkina Faso in Westafrika nach Algier, der Hauptstadt Algeriens, seien 110 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder gewesen, unter ihnen die beiden Piloten.

Nationalität der Insassen ist unklar

Rettungsmannschaften und die Fluggesellschaft arbeiteten daran, die Umstände des Verschwindens zu klären, so Swiftair. Die französische Luftwaffe nahm die Suche nach der Maschine auf. Zwei Kampfjets vom Typ Mirage-2000 von einem Stützpunkt in N'Djamena, der Hauptstadt des Tschad, starteten zu einer Suchmission, wie ein Sprecher des französischen Generalstabs sagte. Das Suchgebiet erstrecke sich vom Punkt der letzten Ortung in Richtung der "wahrscheinlichen" Flugroute.

Nach Angaben der französischen Regierung befanden sich "wahrscheinlich Franzosen" in der Maschine. Die französische Luftfahrtaufsicht richtete einen Krisenstab ein. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP sollen etwa 50 Franzosen an Bord gewesen sein. Nach weiteren offiziellen Angaben waren auch mindestens 20 Libanesen an Bord.

Die sechs Besatzungsmitglieder sind Spanier. Dies bestätigten Swiftair, bei der Air Algérie die Maschine gechartert hatte, und die spanische Pilotengewerkschaft Sepla. Das Madrider Verkehrsministerium richtete ebenfalls einen Krisenstab ein.

Die MD-83 ist ein zweistrahliger Jet und wurde bis in die 90er Jahre von McDonnell Douglas hergestellt. Das Unternehmen ging 1997 mit Boeing zusammen.

mka/anb/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters