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Westafrika Schüsse und Militärposten in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou

Burkina Faso
Soldaten vor dem Flughafen in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou
© Olympia de Maismont / AFP
Nach Schüssen in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou hat sich das Militär am Freitagvormittag vor den zentralen Punkten der Stadt versammelt. Nach dem Militärputsch im Januar ist die politische und humanitäre Lage im westafrikanischen Land instabil. 

Nach nächtlichen Schießereien hat sich am Freitag das Militär im westafrikanischen Burkina Faso an zentralen Punkten der Hauptstadt Ouagadougou postiert. So versperrten Soldaten etwa den Zugang zum Präsidentenpalast. Außerdem umstellten sie den Sitz des Fernseh- und Radiosenders RTB, wie ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur in Ouagadougou berichtete. Soldaten befanden sich demnach außerdem vor militärischen Stützpunkten in der Stadt.

In der Nacht waren den Angaben zufolge in Ouagadougou Schüsse zu hören gewesen. Das dänische Außenministerium sprach auf Twitter von stark sichtbarer militärischer Präsenz in der Hauptstadt und riet Zivilisten, nicht auf die Straße zu gehen.

Politische und humanitäre Lage in Burkina Faso instabil

Seit einem Putsch im Januar regiert in dem Land das Militär, dass nach eigenen Angaben für mehr Sicherheit sorgen wollte. Die politische und humanitäre Lage in dem Sahelstaat mit rund 21 Millionen Einwohnern ist seit Jahren instabil. Bewaffnete Gruppen, von denen einige der Terrorgruppe Islamischer Staat oder dem Terrornetzwerk Al-Kaida angehören, sind dort sowie in den Nachbarstaaten Mali und Niger aktiv. Auch lang anhaltende Dürren und Hungersnöte machen dem - trotz reicher Goldvorkommen - verarmten Land zu schaffen.

In jüngster Zeit hat sich die Sicherheitslage in Burkina Faso verschärft, was den Druck auf die Übergangsregierung von Oberst Paul-Hanri Sandaogo Damiba unter Druck setzte. Im Grenzgebiet zu Mali und Niger, im Norden Burkina Fasos, hatte es im September zwei schwere Anschläge auf Versorgungskonvois gegeben. Dutzende Soldaten und Zivilisten wurden getötet. Da Teile des Landes von der Versorgung mit Lebensmitteln abgeschnitten sind, erfolgt der Nachschub zum Teil über militärisch gesicherte Lieferfahrten.

jus DPA

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