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Gerichtsurteil: Frauen mit 1,58 Meter nicht zu klein für die Polizei

Eine Juristin, die sich für den höheren Polizeidienst beworben hatte, wurde im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt - wegen ihrer Körpergröße. Nun hat ein Gericht ihr eine Entschädigung zugesprochen.

Laut Gericht gibt es keine belegbaren Gründe dafür, dass  die unterschiedlichen Mindestkörperlängen für Männer und Frauen  gerechtfertigt sind

Laut Gericht gibt es keine belegbaren Gründe dafür, dass
die unterschiedlichen Mindestkörperlängen für Männer und Frauen
gerechtfertigt sind

Das Verwaltungsgericht Schleswig hat einer 1,58 Meter großen Frau eine Entschädigung wegen ihres Ausschlusses von der Eignungsprüfung der Bundespolizei zugesprochen. Die Juristin hatte sich für den höheren Polizeivollzugsdienst beworben, wurde wegen ihrer Körpergröße aber nicht als Bewerberin berücksichtigt, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Dies verstößt nach Ansicht der Richter gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Das Gericht sprach der Frau deshalb rund 3800 Euro zu.

Nach Angaben des Gerichts gibt es keine belegbaren Gründe dafür, dass die unterschiedlichen Mindestkörperlängen für Männer und Frauen gerechtfertigt sind. Gegen das Urteil kann binnen eines Monats Berufung beim schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

amt/DPA / DPA