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Sieg für Altkanzler: Gericht verbietet 115 Kohl-Zitate in Schwan-Biografie

Helmut Kohl hat im Rechtsstreit mit seinem Ex-Biografen Heribert Schwan einen Erfolg errungen. Der Ghostwriter darf den Großteil der umstrittenen Zitate des Altkanzlers in seinem Buch nicht verwenden.

Das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" beruht zum Teil auf Tonbändern, die der Altkanzler für seine Memoiren besprochen hatte. Ghostwriter Heribert Schwan hatte diese Zitate nun eigenmächtig in  einem eigenen Buch veröffentlicht.

Das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" beruht zum Teil auf Tonbändern, die der Altkanzler für seine Memoiren besprochen hatte. Ghostwriter Heribert Schwan hatte diese Zitate nun eigenmächtig in
einem eigenen Buch veröffentlicht.

Altkanzler Helmut Kohl hat im Rechtsstreit mit seinem Ex-Biografen Heribert Schwan um die Verwendung von Zitaten Kohls einen Erfolg errungen. Das Kölner Landgericht untersagte in einem am Donnerstag verkündeten Urteil die Verbreitung zahlreicher Äußerungen des früheren Bundeskanzlers, die in dem Buch "Vermächtnis - Die Kohl-Protokolle" veröffentlicht wurden. Es gab damit den Anträgen auf einstweilige Verfügungen überwiegend statt.

Die Anträge richteten sich gegen Schwan sowie gegen seinen Mitautoren Tilman Jens und die Verlagsgruppe Random House. Das Gericht untersagte in allen Fällen die Verwendung eines Großteils der strittigen Zitate, machte aber zwischen Schwan auf der einen sowie Jens und der Verlagsgruppe auf der anderen Seite leichte Unterschiede, was den Umfang der Zitate betrifft. Kohls Ex-Biografen Schwan warf das Gericht vor allem vor, eine Verpflichtung zu Verschwiegenheit und Vertraulichkeit nicht gewahrt zu haben.

Schwan hatte Mitschnitte und Protokolle von Gesprächen mit Kohl angefertigt, die zur Verfassung der Memoiren des Altkanzlers dienen sollten. Im März 2009 kündigte Kohl die Zusammenarbeit mit dem Journalisten auf. In dem Buch "Vermächtnis - Die Kohl-Protokolle" wird er mit drastischen Äußerungen über frühere Weggefährten zitiert, darunter die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel.

ivi/AFP / AFP