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Wildpinkel-Attacke am "Ballermann": Verprügelter NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten: Es war ein Marine-Soldat

 "DAS!"-Moderator Hinnerk Baumgarten wollte nicht hinnehmen, dass zwei Männer auf den Strand pinkelten. Da traten sie ihn brutal zusammen. Einer der mutmaßlichen Täter hat sich jetzt offenbart: Es ist ein Zeitsoldat der Bundesmarine.


NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten am Ballermann geschlagen

NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten wurde auf Mallorca verprügelt. Jetzt hat sich einer der mutmaßlichen Täter gestellt

Nahe beim "Ballermann" auf Mallorca traten zwei Männer brutal auf den "DAS!"-Moderator Hinnerk Baumgarten ein. Der Grund war nichtig: Baumgarten hatte die Männer ermahnt, doch nicht auf den Sandstrand zu pinkeln. Die Schläger wurden von anderen Urlaubern gestellt und noch vor Ort der Polizei übergeben. Kurze Zeit später wurden sie freigelassen und kehrten nach Deutschland zurück  Den spanischen Behörden waren die Personen bekannt, in Deutschland rätselte man über die Identität der Täter.

Marinesoldat gibt die Tat zu

Einer der beiden hat nun einen Schritt nach vorn gewagt. Der 23-jährige Zeitsoldat Timm M. der Bundesmarine offenbarte sich einem Vorgesetzten. "Ein Soldat hat sich seinem Vorgesetzten gestellt", sagte ein Sprecher der Marine-Nordseeverbände, dem "Hamburger Abendblatt".

Das Geständnis ist nicht ohne Folgen, wegen des besonderen Dienstverhältnisses eines Zeitsoldaten gibt es interne Ermittlungen der Marine gegen ihn. Gegebenenfalls werde der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben, sagte der Sprecher. Das erscheint aber eher unwahrscheinlich. Die Tat wurde in Spanien begangen und müsste in Spanien verfolgt werden.

Denkbar sind auch disziplinarische Maßnahmen, allerdings befand sich der Soldat nicht dienstlich, sondern privat auf der Ferieninsel. Nach Informationen der "Bild" ist Timm M. in der Marineschule Flensburg-Mürwik stationiert. Sie berichtete auch, dass der Zeitsoldat angab, sich wegen seines Alkoholkonsums kaum erinnern zu können. Im Gespräch mit dem Vorgesetzten soll M. gezittert und die Tritte bereut haben.

Baumgarten bereut nichts

Baumgarten kam mit Gesichts- und Kieferverletzungen in ein Krankenhaus. Für seine nächste Ausgabe der Sendung "DAS!" im NDR Fernsehen will er am Montag wieder in Hamburg vor der Kamera stehen. Dem Hamburger-Abendblatt sagte er: "Ich hatte wahnsinniges Glück, dass nicht mehr passiert ist." Trotz seiner Verletzungen sagte er, dass er sich jederzeit wieder einmischen würde. 

Kra
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?