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J. Engelmann: "Jede Woche, Baby!": Lügen ist kein Lebensmodell

Wir leben in einem Zeitalter von Toleranz, Empathie und Verständnis. Für mich selbst sind das hohe Werte. Aber auch die haben natürliche Grenzen. Und eine davon ist für mich unumstößlich: Lügen.

"Jede Woche, Baby"-Kolumne  von Julia Engelmann

Lügen auf zwei Beinen: Pinocchio

Ein verheirateter Mann sagt seiner Ehefrau, er müsse auf Geschäftsreise, dann steigt er ins Taxi, steckt den Ehering in die Hemdtasche und fährt zu einer anderen Frau. Und während der Mann auf "Geschäftsreise" bei der anderen Frau ist, hat seine eigene Frau Besuch von einem anderen Mann. True story. Eine erwachsene Frau hat noch eine zweite heimliche Beziehung neben ihrer offiziellen Beziehung, falls die offizielle in die Brüche gehen sollte, so als Sicherheit. True story. Jemand verschweigt seiner Familie, dass er kokst, um wach zu werden und kifft, um schlafen zu können. Jemand fälscht sein Zeugnis. Jemand schmückt sich mit fremdem Federn. True true true stories.

Und ich tippe mal, dass das die vergleichsweise harmlose Spitze des Lügeneisbergs skizziert, der in unserem Gesellschaftsmeer schwimmt.

Ja, es hängt viel von der Situation, den eigenen Werten und dem eigenen Leben ab. Und ja, man kann ruhig mal sagen, dass das Essen super-mega-lecker ist, wenn es eigentlich nur semi-lecker ist. Das ist vielleicht freundliches Flunkern. Das ist eine Grauzone.

Lügen ist aus meiner Sicht vor allem, wenn das, was man erzählt, drastisch andere Konsequenzen hat als das, was der Realität entspricht, wenn man daraus seinen eigenen Vorteil zieht und andere bewusst verletzt oder in unangenehme Situationen bringt. Dazu gehört für mich auch ein Nicht-die-Wahrheit-sagen.

Jeder verdient die Wahrheit

Ich finde, jeder verdient es, seine eigene Wahrheit zu leben. Und jeder verdient es, die Wahrheit zu kennen. Warum wollen das scheinbar gar nicht alle? Warum würde man so im großen Stil unehrlich zu sich und anderen sein wollen?

Aus meiner Sicht ist das nicht nur beängstigend und moralisch verwerflich, sondern auch unbegreiflich. Man baut sich doch seine eigene Bombe mit Zündschnur. Solche Geschichten gehen doch langfristig nie wirklich gut und glücklich aus. Oder? Wenn man alle belügt – wer ist dann ehrlich für einen da? Wer oder was gibt einem Halt? Die einzige Person, die am Ende des Tages verstehen kann, wer man ist, bleibt dann man selbst. Das macht doch einsam, das ist doch auch schade um die Person, die man für sich und für andere sein könnte.

Wie kann man Spaß an so einem Lebensmodell haben? Wie kann man überhaupt darauf kommen, dass das eine gute Idee ist?

Es gibt immer eine Erklärung

Das Spektrum an guten Erklärungen dafür ist sicher enorm: Ich hatte Angst. Ich wollte nicht alles kaputt machen. Ich wollte nicht als schlechter Mensch dastehen. Ich wusste nicht, wie ich da wieder rauskommen sollte. Ich dachte, es erledigt sich von alleine.

Dahinter stehen meiner Meinung nach falsch verstandener Egoismus, falsch verstandene Selbstwirksamkeit, Hedonismus, Bequemlichkeit, mangelnde Courage, fehlende Werte und logische Fehlschlüsse. Dass es eine Basis für ein gutes Leben sein kann, jeder Konfrontationen aus dem Weg zu gehen und dass man als Mensch vor anderen besser dasteht, wenn man lügt, das ist aus meiner Sicht höchstens kurzfristig wahr.­ Und dann auch nur, weil jemand anders glaubt, was er glauben soll, und das ist aus meiner Sicht nicht die Definition von Wahrheit.

Es könnte auch sein, dass das alles an mangelnden Vorbildern liegt. Dass sich viele Menschen vermutlich fragen: Wenn andere lügen, warum soll ich dann die Wahrheit sagen? Warum sollte ich leben? Warum soll ich mich einem Konflikt stellen, womöglich als schlechter Mensch dastehen? Warum soll ich ein offenes Buch sein, wenn mein Gegenüber nur ein Klappentext ist? 

Warum? - Hier ein paar Denkanstöße:

Weil es das Leben besser macht

Um der Sache Willen. Aus moralischen Gründen. Aus Respekt vor anderen und sich selbst. Als Vorbild für andere. Um einen Teil zu einer guten Gesellschaft beizutragen. Um einen Grundstein für die nachfolgenden Generationen zu legen. Weil es schwach ist, Handeln mit "weil alle das machen“ zu begründen. Weil es stark ist, Handeln mit „weil es aus meiner Sicht das Richtige“ ist zu begründen. Weil es sich gut anfühlt, weil Wahrheit befreit, so unbequem sie auch manchmal sein kann. Weil es das Leben langfristig einfacher macht. Aus Idealismus und um sich seinen eigenen Mikrokosmos mit seinen eigenen Beziehungen nicht zu versauen. Für Kant und den Kategorischen Imperativ. Weil eine konstante Lebensrealität die Bedingung für eine konstante Identität ist. Aus Liebe zur Wahrheit und aus Liebe zu sich selbst. 

Und vor allem, weil es das Leben besser macht. Denn das ist es doch, worum es letztendlich geht: sich und anderen langfristig selbst ein gutes Leben zu bieten. 

Mein Soundtrack zum Text: „Her Lies“ – Asaf Avidan & the Mojos

Scherzkekse hören: „Hips don’t lie“ - Shakira

Themen in diesem Artikel
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.