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Kanada Eine Familie geht auf Weltreise, weil ihre Kinder bald erblinden

Kanada: Familie Weltreise
Einfach losfahren – eine Familie aus Kanada lies alles liegen, um ihren erkrankten Kindern die Welt zu zeigen (Symbolbild)
© Getty Images
Die Kinder einer Familie aus Kanada werden bald erblinden, weil sie an einer seltenen Krankheit erkrankt sind. Ihre Eltern wollen ihnen deshalb die Welt zeigen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf RTL.de

Sie sind aufgebrochen, um die Welt zu sehen. Denn schon bald wird das nicht mehr möglich sein. Die Kinder von Edith Lemay und Sébastien Pelletier aus Kanada haben eine genetische Erkrankung namens Retinitis pigmentosa, die zur Erblindung führt. Und so machten sich die älteste Tochter Mia, der siebenjährige Colin, der fünfjährige Laurent und der neunjährige Leo, der als einziger nicht an der Erkrankung leidet, gemeinsam mit ihren Eltern auf eine Reise voller Erinnerungen!

"Ich werde ihr visuelles Gedächtnis mit den schönsten Bildern füllen"

Wenn man gleich drei solcher Diagnosen auf einen Schlag erhält, muss man als Elternteil einfach nur verzweifelt sein und den Glauben an das Gute verlieren. Doch für Edith Lemay und Sébastien Pelletier war das keine Option. In einem CNN-Interview erzählten die Eltern:

"Ich dachte: 'Ich werde ihr keinen Elefanten in einem Buch zeigen, ich werde sie mitnehmen, um einen echten Elefanten zu sehen'", erklärt die Mutter. "Und ich werde Ihr visuelles Gedächtnis mit den besten und schönsten Bildern füllen, die ich kann."

Sie und ihr Mann begannen bald, Pläne zu schmieden, um ein Jahr lang mit ihren Kindern die Welt zu bereisen. Sie sparten, was das Zeug hielt, waren startklar – doch dann kam Corona. 2022 ging es dann endlich los:

"Wir sind tatsächlich ohne Reiseroute abgereist", sagt Lemay. "Wir hatten Ideen, wohin wir gehen wollten, aber wir planten spontan. Meist einen Monat im Voraus."

Die Familie begann ihre Reise in Namibia, wo sie Elefanten, Zebras und Giraffen sahen. Dann ging es nach Sambia und Tansania. Von dort flog die Familie in die Türkei. Danach ging es in die Mongolei, bevor es sie nach Indonesien zog.

An dieser Krankheit leiden die Kinder aus Kanada

Nach Angaben des National Eye Institute, einer Behörde des US-Gesundheitsministeriums, beginnen die Symptome einer Retinitis pigmentosa in der Regel in der Kindheit. Die meisten Menschen verlieren am Ende ihr Sehvermögen und erblinden.

"Sie werden ihr ganzes Leben lang sehr widerstandsfähig sein müssen", fügt Lemay hinzu und stellt fest, dass Mia, Colin und Laurent sich ständig neu einstellen müssen, wenn sich ihr Sehvermögen verschlechtert.

Dennoch hoffen Lemay und Pelletier, dass diese Reise ihren Kindern zeigen wird, wie schön die Welt ist, um sich an sie zu erinnern, wie sie sie einst gesehen haben.

lel / ldh / RTL.de

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