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Wirklich wahr!: Santa Claus zum Stadtrat von North Pole gewählt

Klar, Santa Claus hat das Sagen am Nordpol. Das weiß jedes Kind. Doch jetzt ist die Weihnachtsgeschichte auf einmal wahr geworden: Die Kleinstadt North Pole in Alaska hat einen Mann namens Santa Claus in ihren Stadtrat gewählt – und er macht seiner Rolle alle Ehre.

Santa Claus aus North Pole

Weißer Rauschebart, rosige Wangen, rote Mütze: Santa Claus existiert und zwar in einem kleinen Ort nahe Fairbanks, Alaska. Sein liebstes Kleidungsstück: ein roter Fließmantel. Natürlich.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, lebt Claus seit zwei Jahren in North Pole, seit zehn Jahren trägt er offiziell den Namen des Weihnachtsmanns. Davor hieß er Thomas Patrick O'Connor und lebte als christlicher Mönch im US-Bundesstaat Nevada. Die Idee zur Namensänderung kam, als er sich zum Spaß den Bart wachsen ließ und kurz darauf jedes Jahr bei Veranstaltungen für die Rolle des Weihnachtsmanns gebucht wurde. Claus engagiert sich seit Jahren für die Rechte von Kindern und will seinen auffälligen Namen dafür nutzen, auf Projekte für benachteiligte Kinder aufmerksam zu machen. Und genau mit diesem Thema kandidierte er für die Wahl am 6. Oktober.

In North Pole war Claus bis vor Kurzem Präsident der örtlichen Handelskammer. Als er sah, dass niemand für die Plätze der zwei scheidenden Stadträte kandidierte, überlegte er nicht lange und  startete seine Kampagne. Seine Forderungen: Bessere Gesetze für den Schutz von Kindern – und medizinisches Cannabis in North Pole. Claus ist Krebspatient und konsumiert Marihuana als schmerzlinderndes Mittel.

Cannabis hin oder her: Den Anwohnern von North Pole hat die Kampagne des Weihnachtsmannes anscheinend gefallen: Mit 58 Stimmen wählten sie Claus in den Stadtrat. Gemeinsam mit fünf anderen entscheidet er nun über die Geschicke der 2200-Einwohner-Stadt, auf deren Homepage die Tage bis Weihnachten gezählt werden.

„Vielen Dank an alle, die mich gewählt und meine Kampagne unterstützt haben“, schrieb Claus am Mittwoch auf Facebook. „Ich freue mich darauf, meiner Gemeinde dienen zu dürfen.“ Eines verbitte sich Santa allerdings: Wunschlisten. Denn, wie er dem Nachrichtensender ABC News sagte, das größte Geschenk das man geben könne, sei Liebe.

hz