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Blue Origin Nach Branson fliegt auch Bezos heute ins All - bestreitet aber einen Wettlauf

Mark Bezos, Milliardär Jeff Bezos, Oliver Daemen aus den Niederlanden und Wally Funk, Luftfahrtpionier aus Texas.
Mark Bezos, Milliardär Jeff Bezos, Oliver Daemen aus den Niederlanden und Wally Funk, Luftfahrtpionierin aus Texas. Die vier starten am 20. Juli zum Rand des Weltraums.
© Blue Origin / DPA
Rund zehn Tage nach Richard Branson will nun auch Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Kurztrip in seinem eigenen Raumschiff unternehmen. Bei dem Wettlauf der Milliardäre geht es um viel Geld.

Nach dem britischen Milliardär Richard Branson will am Dienstag auch Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Kurz-Ausflug ins Weltall unternehmen. Bei dem ersten bemannten Weltraumflug seiner Firma Blue Origin sollen neben dem US-Unternehmer auch sein Bruder Mark sowie eine 82 Jahre alte frühere US-Pilotin und ein 18-Jähriger, dessen Vater ihm den Flug geschenkt hat, an Bord sein.

Ältester und jüngster Mensch fliegen mit Bezos ins All

Nach dem Start soll das Raumschiff "New Shepard" innerhalb von zwei Minuten auf mehr als 3700 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Nach drei Minuten soll die Schwerelosigkeit einsetzen, bevor die dann abgetrennte Kapsel ihren höchsten Punkt in mehr als 100 Kilometer Höhe über der Erde erreicht. Danach soll sie wieder in die Erdatmosphäre eintreten und durch große Fallschirme abgebremst in der texanischen Wüste landen. Insgesamt soll der Trip rund zehn Minuten dauern.

Die 82-jährige frühere US-Pilotin Wally Funk wäre der älteste Mensch, der je ins All geflogen ist − der 18-jährige Oliver Daemen der jüngste. Daemens Vater, der niederländische Investment-Banker Joes Daemen, hatte bei der Auktion für den vierten Platz an Bord der "New Shepard" im Juni mitgemacht, war aber überboten worden. Der Sieger der Auktion, der 28 Millionen Dollar geboten hatte und zunächst weiter anonym bleiben wollte, könne wegen eines "Terminkonflikts" diesmal nicht dabei sein und werde zu einem späteren Zeitpunkt starten, hieß es von Blue Origin. Wieviel Geld Daemen nun für den Flug gezahlt hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

"Kein Wettbewerb" aber ein medienwirksamer und umweltschädlicher Ausflug

Bereits vor rund zehn Tagen hatte mit Branson bereits ein anderer Milliardär mit seinem eigenen Raumschiff einen Kurzausflug ins All unternommen. Die "VSS Unity" seiner Firma Virgin Galactic stieg am 11. Juli im US-Bundesstaat New Mexico auf eine Höhe von etwa 86 Kilometern auf. Unter Experten ist es damit strittig, ob Branson tatsächlich im Weltraum war: Der Internationale Luftfahrtverband (FAI) und viele andere Experten sehen zwar 100 Kilometer über der Erde als Grenze zum Weltraum an, es gibt jedoch keine verbindliche internationale Regelung.

Bezos selbst betonte am Montag, sein Flug sei "kein Wettbewerb": Vielmehr gehe es darum, "einen Weg ins All zu errichten, damit zukünftige Generationen unglaubliche Dinge im Weltraum tun können". Dennoch erhoffen sich die Milliardäre neben der Erfüllung eigener Träume auch einen Einstieg in das Geschäft mit dem Weltraumtourismus. Kritiker werfen ihnen vor, ohne Rücksicht auf das Klima und weitgehend ohne wissenschaftliche Forschungsinteressen sehr viel Geld zu verschwenden.

Blue Origin: Nach Branson fliegt auch Bezos heute ins All - bestreitet aber einen Wettlauf

Sehen Sie in diesem Video: Die 82-jährige Wally Funk soll den Milliardär Jeff Bezos bei seinem geplanten Flug in den Weltraum begleiten.

ldh DPA

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