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Plattform nur zum Teil erreichbar US-Regierung möchte Wikileaks das Handwerk legen


Nach den brisanten Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks hat US-Präsident Obama einen Beauftragten zur Verhinderung weiterer Datenlecks eingesetzt. Der US-Internetriese Amazon verbot derweil Wikileaks die Nutzung seiner Server.

Die US-Regierung will sich mit der Einrichtung einer Arbeitsgruppe von Spezialisten gegen weitere Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform Wikileaks wappnen. Die Kontrolleure sollten Vorschläge für den Schutz vertraulicher Dokumente entwickeln, hieß es in einem Vermerk des Präsidialamtes, der Reuters am Mittwoch vorlag. Zudem müsse die Reaktion der Regierungsbehörden koordiniert werden.

Die Regierung versucht weiter, Wikileaks das Handwerk zu legen. Wie US-Senator Joe Lieberman mitteilte, läuft die Internetseite nicht mehr über die Server des Online-Händlers Amazon. Der Ausschuss für Heimatschutz, dem Lieberman vorsitzt, hatte den Händler am Dienstag untersuchen lassen. Amazon war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Wikileaks teilte mit, über den Schritt nicht informiert gewesen zu sein. Lieberman rief Firmen und Organisationen auf, nicht mit den Betreibern der Plattform zusammenzuarbeiten.

Wikileaks hatte sich nach Hacker-Angriffen an den Händler gewandt. Die Amazon-Server gelten als besser geschützt. Neben dem Online-Handel bietet das Unternehmen das Webseiten-Hosting als Dienstleistung an.

Wikileaks hatte am Wochenende rund 250.000 Dokumente von US-Diplomaten online gestellt, die ein Schlaglicht auf die Außenpolitik der USA werfen und oft wenig schmeichelhafte Einschätzungen über Regierungspolitiker in aller Welt beinhalten.

Reuters/AFP Reuters

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