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Prozess gegen Ex-Soldaten: Kameraden erschossen - war die Dienstwaffe defekt?

In Gera hat der Prozess gegen einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten begonnen. Im Dezember 2010 hatte sich im afghanischen Baghlan ein Schuss seiner Waffe gelöst und einen Kameraden getötet. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Fahrlässige Tötung und grober Ungehorsam.

Vor dem Landgericht Gera in Thüringen hat der Prozess gegen einen früheren Bundeswehrsoldaten wegen fahrlässiger Tötung eines Kameraden in Afghanistan begonnen. Der Todesfall im vergangenen Dezember hatte den Weihnachtsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Truppe überschattet.

Neben fahrlässiger Tötung wirft die Staatsanwaltschaft dem Thüringer auch Ungehorsam in besonders schwerem Fall vor. Der Angeklagte soll im Zelt eines Außenpostens in der Unruheprovinz Baghlan mit seiner Pistole "P8" herumgespielt und auf den Kopf seines 21 Jahre alten Kameraden gezielt haben - kurz vor Weihnachten 2010. Ein Gutachten des Thüringer Landeskriminalamtes habe ergeben, dass die Waffe keine Mängel hatte. Der Angeklagte (21) bestritt zum Prozessauftakt jegliche Spielereien mit seiner Dienstwaffe.

Laut Anklage drückte der junge Soldat ab, dachte aber, die Waffe sei nicht durchgeladen. Ein Gutachten des Thüringer Landeskriminalamtes ergab, dass die Waffe keine Mängel hatte. Auch von martialischen "Poserfotos" mit gezückter Pistole ist die Rede. Der Schuss sei nicht beabsichtigt gewesen, wohl aber soll der Angeklagte fahrlässig Dienstvorschriften missachtet und so den Tod seines Freundes verursacht haben. Laut Gutachten der Waffentechnik sei es "unmöglich", dass sich der Schuss durch das Einschlagen auf das Magazin gelöst habe, so der Staatsanwalt weiter.

Beim nächsten Verhandlungstermin in der kommenden Woche sollen weitere ehemalige Soldaten als Zeugen gehört werden. Bis Ende Oktober sind vier Verhandlungstage angesetzt. Auch drei Sachverständige sind geladen.

ins/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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