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Sensation beim Glücksrad: Der größte Glückspilz des US-Fernsehens

Er kann 45.000 Dollar gewinnen, doch die Situation ist aussichtslos: Ein Kandidat beim US-Glücksrad sieht nur zwei von zwölf Buchstaben an der Wand. Doch dann hat er einen Geistesblitz.

Von Christoph Fröhlich

Sieht unlösbar aus? Fast: Kandidat Emil verzückte am Mittwoch die Fernseherzuschauer bei der US-Ausgabe des Glücksrads.

Sieht unlösbar aus? Fast: Kandidat Emil verzückte am Mittwoch die Fernseherzuschauer bei der US-Ausgabe des Glücksrads.

In den frühen 90ern war das Glücksrad die vielleicht bekannteste deutsche Fernsehrequisite. Täglich schauten vier Millionen Menschen, wie Kandidaten am Rad drehten, reihenweise Buchstaben kauften und auf den großen Jackpot oder wenigstens eine nagelneue Spülmaschine hofften. Knapp 14 Jahre lief das Glücksrad hierzulande, mit mehr als 4000 produzierten Folgen ist es die am häufigsten gesendete Spielshow im deutschen Fernsehen. Während der Kult in Deutschland vor zehn Jahren sein wohlverdientes Ende fand, sind die Amerikaner immer noch ganz heiß auf ihr "Wheel of Fortune". Dort dreht sich das Rad seit 1975, der miefig-bunte Kreisel der 70er erinnert mittlerweile an ein blau-fluoreszierendes High-Tech-Gadget von der Enterprise. Dass die betagte Spielshow immer noch überraschen kann, zeigte sich am Mittwoch.

"Wow, das sieht ziemlich schwierig aus"

Die Kategorie ist "Gegenstand", Kandidat Emil muss einen Begriff erraten, der aus drei Wörtern besteht: Das erste hat drei, das zweite vier, das dritte fünf Buchstaben. Die ersten zwei Buchstaben bekommt er vorgegeben ("NE"), dann versucht er sein Glück: "Gebt mir ein H, M, D, O", sagt Emil. Doch Fehlanzeige: Keiner der genannten Buchstaben poppt auf der Wand auf. "Wow, das sieht für mich ziemlich schwierig aus", entgegnet Moderator Pat Sajak. "Es ist ein Gegenstand. Du kannst ziemlich gut Puzzles lösen", ermutigt ihn der Spielleiter. Emil sieht skeptisch aus.

"Du hast noch zehn Sekunden, plappere einfach drauflos, vielleicht kommt ja das richtige Wort aus deinem Mund", sagt Sajak dann. Und wie aus der Pistole geschossen platzt es aus Emil heraus: "New Baby Buggy" (neuer Babybuggy). Nach ein paar Schrecksekunden dann die Sensation: Die Buchstabenwand leuchtet, das Lösungswort ist korrekt. Das Publikum dreht durch, tosender Applaus bricht im Studio los. Kandidat Emil springt vor Freude in die Luft, er traut seinen Augen kaum. Moderator Sat Pajak schüttelt ungläubig den Kopf, dann tastet er spaßeshalber seinen Kandidaten ab, ob er nicht irgendein Hilfsmittel im Sakko versteckt.

Die spektakulärste Lösung seit 30 Jahren

Für seinen Blitz-Sieg erhält Emil 45.000 Dollar. Moderator Sajak war hin und weg von seinem Kandidaten. Vor der Ausstrahlung twitterte er: "In der heutigen Ausgabe des Glücksrads gibt es die wohl spektakulärste Lösung, die ich in 30 Jahren gesehen habe. Kein Scherz."

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