HOME

Sommerhitze: Eine Tote durch Unwetter

Nach der Rekordhitze kommen die Unwetter: Schwere Stürme, Regen und Gewitter ziehen über Deutschland. In Köln gab es ein erstes Todesopfer. Die Feuerwehr ermahnt die Bevölkerung zur Vorsicht.

Schwere Gewitter, orkanartige Sturmböen und Hagelschauer haben in der Nacht zum Freitag in Teilen Deutschlands viele Schäden angerichtet. Herabfallende Äste und umgestürzte Bäume beschädigten nach Angaben der Polizei im niedersächsischen Kreis Osterholz bei Bremen Autos und machten Straßen unpassierbar. Verletzt wurde niemand. Die Bahnlinie von Bremen nach Bremerhaven wurde wegen Schäden an der Oberleitung bis zum Morgen gesperrt. In Wolfsburg und Nienburg fiel für mehrere Stunden der Strom aus.

Zwei Zentimeter dicke Hagelkörner

Auch im nördlichen Hessen und Südosten Nordrhein-Westfalens kamen stellenweise Hagelkörner mit einem Durchmesser von zwei Zentimetern herunter, teilte ein Sprecher des Wetterdienstes Meteomedia mit. Bäume stürzten um. In mehreren Orten im Kreis Kassel standen die Straßen unter Wasser. An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Regenmassen in kurzer Zeit so enorm, dass das Wasser teilweise bis zu 30 Zentimeter hoch aus der Kanalisation gedrückt wurde, berichtete die Feuerwehr.

Verursacht wurden die starken Gewitter nach Angaben von Meteomedia durch eine so genannte "Superzelle", die sich am späten Abend nördlich von Bremen gebildet hatte und in Richtung Osten weitergezogen war.

Durch das schwere Unwetter ist am Mittwochabend ein Mensch gestorben, viele wurden verletzt. In Köln wurde eine 33-jährige Radfahrerin von herabstürzenden Scherben einer Fensterscheibe tödlich verletzt, teilte die Polizei mit. Lebensgefährliche Verletzungen erlitt eine 52-jährige Frau, als im Kölner Stadtteil Deutz ein Baum auf ihr Auto stürzte. Mehrere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Innerhalb von drei Stunden rückte die Feuerwehr in Köln zu 175 Einsätzen aus, um Sturmschäden wie umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Rekordtemperaturen in Südhessen

Die Sommerhitze mit Rekordtemperaturen von 36,7 Grd in Südhessen soll aber schnell wieder verschwinden: Nach der Vorhersage von Meteomedia weitet sich der Tiefdruckkomplex "Gerrit" am Freitag von West nach Ost aus und sorgt in Deutschland mit heftigen Gewittern in vielen Gegenden für deutliche Abkühlung. Die subtropische, afrikanische Warmluft muss kühler Atlantikluft weichen. Am Wochenende bringt das Tief unbeständiges und nur noch mäßig warmes Wetter mit weiteren Schauern und Gewittern.

Die Feuerwehren bereiten sich daher auf weitere schwere Unwetter vor. Sie appellieren an die Öffentlichkeit, die aktuellen Wetterberichte in den Medien zu verfolgen und sich im Falle von Unwettern nicht im Freien aufzuhalten. Vor allem Camper und alle unter freiem Himmel befindlichen Personen sollten sich darauf vorbereiten, im Falle eines Unwetters schnell ein schützendes Gebäude aufzusuchen.Die Sommerhitze mit Rekordtemperaturen von 36,7 Grd in Südhessen soll aber schnell wieder verschwinden: Nach der Vorhersage von Meteomedia weitet sich der Tiefdruckkomplex "Gerrit" am Freitag von West nach Ost aus und sorgt in Deutschland mit heftigen Gewittern in vielen Gegenden für deutliche Abkühlung. Die subtropische, afrikanische Warmluft muss kühler Atlantikluft weichen. Am Wochenende bringt das Tief unbeständiges und nur noch mäßig warmes Wetter mit weiteren Schauern und Gewittern.

Die Feuerwehren bereiten sich daher auf weitere schwere Unwetter vor. Sie appellieren an die Öffentlichkeit, die aktuellen Wetterberichte in den Medien zu verfolgen und sich im Falle von Unwettern nicht im Freien aufzuhalten. Vor allem Camper und alle unter freiem Himmel befindlichen Personen sollten sich darauf vorbereiten, im Falle eines Unwetters schnell ein schützendes Gebäude aufzusuchen.

DPA / DPA