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Prozess in Heidelberg: Ehepaar vermacht Stiftung Millionen. Doch nach dem Tod taucht ein ganz anderes Testament auf

Die Eheleute Wolf hatten viele Millionen und einen Plan: Ihr Vermögen sollte in eine Stiftung fließen. Nach ihrem Tod tauchten Testamente auf, die eine Betreuerin zur Alleinerbin machten – und die jetzt die Justiz beschäftigen.

Von Frank Brunner

Heidelberger Unternehmerpaar: Streit um Millionen-Nachlass

Das Ehepaar im Jahre 2015 in Heidelberg. Nach Aussagen vieler Zeugen zeigte Anni Wolf ab 2009 Anzeichen von Demenz

Keine zehn Minuten sind im Heidelberger Landgericht vergangen, als Juliane Faller zusammenbricht. "Ich bin so verzweifelt, dass ich meine beste Freundin vor ihrem Tod nicht mehr erreicht habe“, sagt die 84-Jährige schluchzend. "Ich habe angerufen, immer und immer wieder, bin aber nicht mehr durchgekommen.“ Richter Thomas Henn ist sichtlich gerührt. "Warum sind Sie bei Ihrer Freundin nicht mal vorbeigefahren?“, fragt er. Juliane Faller sagt: "Ich hatte Angst, dass mich Frau Hage* rauswirft.“

Veronika Hage, 58, ist die Beklagte in diesem Zivilverfahren. Wenn es für sie gut läuft, ist sie bald mehrfache Millionärin. Wenn nicht, gilt sie als Betrügerin. Der Streit dreht sich um das Vermögen von Fallers bester Freundin Anni Wolf und ihrem Mann Herbert. Das kinderlose Paar besaß eine Gebäudereinigungsfirma und etwa ein Dutzend Immobilien in Heidelberg. Mindestens elf Millionen Euro soll der Besitz wert sein. Richter Henn sagt: "Es können auch dreißig Millionen sein.“

Einzelhandelsgeschäft in Heidelberg

Nachdem erst Herbert, dann Anni Wolf in hohem Alter gestorben waren, hatte Veronika Hage zwei Testamente präsentiert, die sie zur Alleinerbin machen. In der Verhandlung sitzt Hage, eine schmale Frau mit langem dunkelblonden Haar, mit durchgedrücktem Kreuz auf ihrem Stuhl. Fast tonlos sagt sie: "Ich habe für die Wolfs die Buchführung erledigt, ihre Mietshäuser verwaltet und eingekauft. Am Schluss habe ich beide gewaschen, auf die Toilette begleitet und den Katheterbeutel gewechselt.“ Das klingt nach Nähe und Zuverlässigkeit, nach einem Vertrauensverhältnis, das womöglich am Ende belohnt wurde. Doch zwei Neffen von Anni Wolf und weitere entfernte Verwandte argwöhnen, dass die Testamente nicht den Willen der Verstorbenen wiedergeben, die ihr Vermögen eigentlich in eine Stiftung überführen wollten – sondern den der allzeit hilfreichen Veronika Hage. Sie glauben, dass die Papiere keinesfalls von den Wolfs allein verfasst wurden. Dass sie womöglich komplett gefälscht sind.

Rund ein Dutzend Immobilien in Heidelberg gehörten den Wolfs. Nach Ein­schätzung des Gerichts können sie bis zu 30 Millionen Euro wert sein.

Rund ein Dutzend Immobilien in Heidelberg gehörten den Wolfs. Nach Ein­schätzung des Gerichts können sie bis zu 30 Millionen Euro wert sein.

"Hätten die Wolfs ihre Testamente vor einem Notar verfasst, säßen wir nicht hier“, sagt Richter Henn. Aber wie viele andere Senioren haben sie ihre Nachlassregelung nicht an offizieller Stelle hinterlegt. Wie viele andere waren sie in ihren letzten Jahren nicht umsorgt von Familienangehörigen, sondern von jemandem, der von ihnen bezahlt wurde – und dem die Verwandten dann später misstrauen. Richter Henn hat acht Zeugen geladen. Sie sollen ihm einschätzen helfen, ob die Testamente gültig sein können. Und dabei geht es vor allem um eine Frage: Wäre Anni Wolf am Ende ihrer Tage überhaupt noch in der Lage gewesen, ihren Letzten Willen zu verfassen? Die acht Zeugen bestreiten das vehement. Nur Veronika Hage sagt etwas anderes. Ihre Geschichte geht so:

Im Jahr 2000 eröffnete sie ein Einzelhandelsgeschäft in Heidelberg, die Wolfs waren ihre Vermieter. "Ich habe mich mit Anni Wolf angefreundet, die jeden Tag die Post und ab und zu ein Stück Kuchen vorbeibrachte“, erzählt sie. Auch nachdem Veronika Hage ihren Laden ein paar Jahre später geschlossen hatte, blieb der Kontakt bestehen. Hage schaute immer mal wieder bei den Wolfs vorbei, die Jahre gingen ins Land. Als Herbert Wolf 2013 ins Krankenhaus musste, bot Hage ihre Hilfe an. Nach und nach wurde sie unentbehrlich. Sie begleitete das Ehepaar zu Arztbesuchen, kaufte ein und legte Medikamente bereit. Später übernahm sie die Buchhaltung, kümmerte sich um Steuererklärungen und die Verwaltung der Mietshäuser. Dafür bekam sie von den Wolfs monatlich ein Gehalt.

Was das Vermögen der Eheleute angeht, so habe sie gedacht, dass es nach deren Tod in eine wohltätige Stiftung fließen solle, sagt Hage vor Gericht. Tatsächlich hatte das Paar eine solche Stiftung gegründet, ihr aber noch nicht viel Geld zugewiesen. Ein langjähriger Freund, der Steuerberater der beiden, war zum Beirat bestimmt worden. Aber irgendwann, so Hage, gab es Streit. "Veronika“, habe Herbert Wolf da zu ihr gesagt, "wickele die Stiftung ab, du erbst sowieso mal alles.“

Krebs-Metastasen

Als Herbert Wolf am 2. Dezember 2017 nach einem Sturz in die Klinik kam, entdeckten die Ärzte Krebs-Metastasen. Wenige Tage später erlag er der Krankheit im Alter von 85 Jahren.

Nur acht Monate später starb auch Anni Wolf – und Veronika Hage präsentierte die Testamente der beiden. Seines datierte aus dem Jahr 2016, ihres war von 2013. Hage sagt, Herbert Wolf habe sie schon nach seinem Sturz im Krankenhaus auf die Papiere aufmerksam gemacht: "Falls etwas passiert – die Testamente sind in meiner Kommode im Schlafzimmer.“ Der Inhalt der Schreiben: Die Eheleute setzen sich gegenseitig als Erben ein – mit Veronika Hage als Ersatz. Im Vermächtnis von Anni Wolf heißt es: "Für den Fall, dass mein Ehemann vor mir stirbt, soll mein gesamter Nachlass an Veronika Hage gehen. Ich habe mir immer eine Tochter wie sie gewünscht.“

Eine weniger schöne Rolle spielt Veronika Hage, wenn sich Freunde, Verwandte und Nachbarn der Wolfs erinnern, vor Gericht oder‚ gegenüber dem stern.

Die Fallers gehörten zu den engsten Vertrauten des alten Ehepaars. Juliane Faller und Anni Wolf kannten sich seit ihrer Einschulung 1940. Zusammen hatten sie eine Schneiderlehre absolviert, zusammen ihre Ehemänner kennengelernt. Seit Mitte der 80er Jahre trafen sie sich einmal die Woche zum Essen mit ihren Männern, man fuhr gemeinsam in den Urlaub. Eine jahrzehntealte Freundschaft – die ganz zum Schluss sehr schwierig wurde.

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2009 fiel den Fallers auf, dass Anni Wolf sich veränderte. "Sie wiederholte immer wieder dieselben Sätze, konnte unseren Gesprächen nicht mehr folgen“, erzählt Bernhard Faller dem stern. Aber das war das kleinere Problem. "Der enge Kontakt endete, kurz nachdem Frau Hage auftauchte“, sagt Juliane Faller vor Gericht. Nach einer Weile sei Veronika Hage bei den wöchentlichen Essen dabeigewesen, und irgendwann habe sie in anderen Lokalen reserviert und den Fallers nicht mehr Bescheid gesagt. Anni sei für ihre Freundin telefonisch nicht mehr erreichbar gewesen. Und Bernhard Faller, selbst Geschäftsführer eines Unternehmens, argwöhnte, dass Hage falsche Entscheidungen bei der Verwaltung der Wolf’schen Immobilien traf.

Ende einer Freundschaft

Gut ein Jahr vor Herbert Wolfs Tod schrieb Faller einen Brief an das Betreuungsgericht Heidelberg: "Ich wende mich an Sie, weil ich erhebliche Bedenken hinsichtlich der Geschäftsfähigkeit von Herbert Wolf habe… Unser Eindruck war, dass Herr Wolf zunehmend unter direktem Einfluss von Frau Hage steht, dass er keine Entscheidung ohne Rücksprache treffen konnte… Da seine Frau seit einigen Jahren dement ist, ist kein korrigierender Einfluss möglich.“ Das Betreuungsgericht lehnte Fallers Ansinnen ab, seinem Freund einen amtlichen Betreuer zur Seite zu stellen, und als Wolf davon erfuhr, war das Band zwischen den beiden Männern zerrissen.

Auch andere, die den Wolfs lange nahestanden, berichten vom geistigen Verfall der Frau und von Zerwürfnissen. Klaus und Adelheid S. beispielsweise, deren Dachdeckerfirma sich dreißig Jahre lang um die Wolf’schen Mietshäuser kümmerte. Anfang 2013, so erzählen sie vor Gericht, hätten sie zusammen mit dem Ehepaar beim Griechen gesessen. "Herbert, wo sind wir hier?“, habe Anni ihren Mann immer wieder gefragt. Adelheid S. sagt: "Schon immer hat Herbert fast alles geregelt, aber an diesem Abend wirkte sie sehr verwirrt.“ Die gemeinsamen Ausflüge seien seltener geworden. Irgendwann habe Hage, die bei den Wolfs inzwischen ein und aus gegangen sei, erklärt, dass die Dachdeckerfirma S. zu teuer sei, und die Aufträge an andere Unternehmen vergeben.

Peter Schmidt, Hausarzt der Wolfs, vermutete schon 2009, dass seine Patientin an einer beginnenden Demenzerkrankung litt – doch er konnte sie nicht bis zu ihrem Ende betreuen. Nach zwei Standardtests verschrieb er ihr ein Anti-Dementivum und überwies sie an einen Neurologen. Am 21. November 2013 sah er Anni Wolf zum letzten Mal in seiner Praxis, erzählt er vor Gericht. Einige Zeit später habe er Veronika Hage getroffen. "Warum kommt denn Frau Wolf nicht mehr?“, habe er sie gefragt. "Die hat den Arzt gewechselt“, habe Hage knapp geantwortet.

"Ungewöhnlich“

Alle Zeugen, die vor dem Heidelberger Landgericht auftreten, sind sicher, dass Anni Wolf nicht ansatzweise in der Lage gewesen wäre, 2013 allein ihr Testament zu verfassen. Und Jugendfreundin Juliane Faller sagt, dass es selbst ohne die Demenz "unmöglich ist, dass Anni irgendetwas ohne ihren Mann unterschrieben hat“. Die beiden hätten nie etwas getrennt gemacht, unter jedem Mietvertrag ihrer Wohnungen hätten beide Unterschriften gestanden.

Veronika Hage schweigt dazu vor Gericht. Sie hat einen Anwalt mitgebracht und einen Privatsachverständigen, den Neurologen Michael Hufnagl. Auch die Nachfragen dieser beiden Männer vermögen die Schilderungen der Zeugen nicht zu entkräften. Richter Henn bezeichnet es als "ungewöhnlich“, dass ein Ehepaar zwei getrennte Testamente zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten verfasst. Und schreibt nach der Anhörung der Zeugen in einer Verfügung, es bestünden "weiterhin hinreichende Zweifel an der Echtheit beider Testamente“. Er wird nun einen Schriftgutachter beauftragen, der herausfinden soll, wessen Schrift sich auf den Papieren findet. Sollten die Verwandten recht haben, wäre damit auch klar, wessen Willen sie ausdrücken.

*Name von der Redaktion geändert

CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.