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Sturm und volle Züge: Ein paar schlechte Nachrichten zum Fest

Mit weißer Weihnacht wird es wohl nichts - Meteorologen rechnen sogar mit Sturm. In der Bahn dürfte es an diesem Freitag besonders ungemütlich werden - diese Unannehmlichkeiten drohen zu Weihnachten.

Die Vorfreude auf Weihnachten ist bei vielen Menschen vermutlich groß - man sieht die Familie, wird beschenkt und macht selbst Präsente, was ja auch Freude bereitet. Gutes Essen, und zwischendurch vielleicht ein schöner Spaziergang im Schnee…

Halt - zumindest mit Letzterem wird es dieses Jahr voraussichtlich fast nirgendwo in Deutschland etwas. Meteorologen sind sich einig: Die Aussichten auf Schnee zum Fest schwinden. "In punkto weiße Weihnachten sinken die Chancen immer weiter", prognostiziert Meteorologe Dominik Jung vom Online-Portal "wetter.net". In den Hochlagen der Gebirge seien weiße Weihnachten möglich, sonst sehe es schlecht aus, sagt auch sein Kollege Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vorher.

Orkan statt weißer Pracht

Stattdessen soll es an den Feiertagen windig bis stürmisch werden, stellenweise wird auch jede Menge Regen vorhergesagt. Jung rechnet mit Temperaturen von bis zu 11 Grad über Heiligabend und die Feiertage - und stürmischem Wetter vor allem am Ersten Weihnachtsfeiertag. Rein nüchtern betrachtet stünden die Chancen für einen Weihnachtsorkan höher als für ein weißes Weihnachtsfest, so der Meteorologe. "Eine kräftige Sturmlage kann man nicht ausschließen", meint auch Wetter-Experte Beyer vom DWD.

Ganz genau könne man aber noch nicht vorhersagen, wie stark der Wind werde. Grund für das wechselhafte Wetter an Weihnachten ist ein Tiefdruckgebiet über dem Ostatlantik, das milde Luft zu uns transportiert.

Weiße Weihnachten im ganzen Land gab es zuletzt vor drei Jahren. "Damals hat es pünktlich am 24. Dezember geschneit", erinnert sich Beyer. Der Dezember 2010 ging als kältester Dezember seit mehr als 40 Jahren in die Statistik ein. Davor konnten die Menschen zuletzt 1981 Weihnachten im Schnee feiern.

An diesem Freitag wird es in der Bahn voll

Wer sich vor dem Fest per Bahn zu seinem Ziel aufmacht, braucht vermutlich vor allem an diesem Freitag starke Nerven. Die Züge dürften sehr voll sein, warnt die die Deutsche Bahn. "Wir erwarten die größte Nachfrage am 20. Dezember", sagt eine Bahnsprecherin. An diesem Freitag seien zahlreiche zusätzliche Züge im Einsatz. "Da wird alles zur Verfügung stehende rollen."

Das Unternehmen empfiehlt den Kunden, Sitzplätze zu reservieren und bei der Verbindungssuche nicht nur auf ICE-Züge zu achten, sondern auch Intercity-Züge in Betracht zu ziehen. Wer nicht unbedingt am Freitag fahren muss, könne zudem auf Samstagvormittag ausweichen.

An Heiligabend am Dienstag werde der Andrang voraussichtlich geringer sein als an diesem Freitag. "Da dürften die meisten ihr Ziel erreicht haben", sagt die Sprecherin. Die Rückreisewelle werde sich dann auf mehrere Tage bis ins neue Jahr hinein verteilen.

anb/DPA / DPA