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Tödlicher Überfall in Äthiopien: Deutscher Urlauber befindet sich unter den fünf Opfern

Bei einem Überfall im Nordosten Äthiopiens sind fünf Touristen ums Leben gekommen. Unter den Toten soll sich nach Angaben der äthiopischen Regierung auch ein Deutscher befinden. Die weiteren Opfer stammen aus Belgien, Italien, Ungarn und Australien.

Bei der tödlichen Attacke auf eine Reisegruppe im Nordosten Äthiopiens sind fünf Touristen ums Leben gekommen. Dies bestätigte am Mittwochmorgen der äthiopische Regierungssprecher Bereket Simon. Unter den Toten befinde sich auch ein Deutscher. Die weiteren Opfer stammten aus Belgien, Italien, Ungarn und Australien. Zwei weitere Touristen seien verwundet worden, einer konnte entkommen. Zunächst hatte es geheißen, unter den Toten sei auch ein Österreicher.

Die Gruppe war in der entlegenen Region Afar im Norden des afrikanischen Landes unterwegs und wurde nach Angaben eines Sprechers der äthiopischen Regierung bereits am Montagabend in der Danakil-Senke unweit der eritreischen Grenze überfallen. Einem äthiopischen Regierungssprecher zufolge wurden die Täter im benachbarten Eritrea ausgebildet und bewaffnet.

In die unwirkliche Gegend wagen sich normalerweise außer den Einheimischen nur Forscher, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Abenteuer-Touristen. Berühmt ist das Gebiet für die sogenannte Danakil-Senke, ein unter dem Meeresspiegel gelegenes Gebiet mit Salzminen sowie Vulkanen und einer der heißesten Orte der Erde. Das Auswärtige Amt warnt in seinen Reisehinweisen davor, dass es in dem Gebiet um den Vulkan zu Überfällen durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie zu Entführungen kommen kann.

DPA/Reuters / DPA / Reuters