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Schweres Erdbeben vor Vanuatu: Warnung vor Tsunami im Südpazifik

Ein schweres Erdbeben hat sich am Sonntag vor dem Inselstaat Vanuatu im Südpazifik ereignet. Das Beben habe eine Stärke von 7,2, teilte das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mit. 

Das Inselreich Vanuatu liegt zwischen Papua-Neuguinea und den Fidschi-Inseln in Melanesien

Das Inselreich Vanuatu liegt zwischen Papua-Neuguinea und den Fidschi-Inseln in Melanesien

Tsunami-Warnung für die Inselgruppe der Republik Vanuatu: Das schwere Seebeben mit der Stärke 7,2 auf der nach oben offenen Richter-Skala könnte als erstes das Inselgebiet Vanuatu erreichen, das zu Melanesien zählt.

Der aus mehr als 83 Insel existierende Staat ging 1980 aus dem seit 1906 bestehenden Neuen Hebriden hervor und zählt heute 267.000 Einwohner.

Beben in 150 Kilometer Tiefe

Die US-Bebenwarte USGS gab die Stärke der Erdstöße zunächst mit 7,0 an, stufte sie dann noch einmal auf 6,9 hinunter. Sie hätten sich rund 150 Kilometer nordwestlich der Stadt Santo auf Vanuatu in einer Tiefe von 35 Kilometern ereignet. Anfangs hatte das USGS eine Tiefe von nur zehn Kilometern gemessen. Je näher sich ein Beben an der Erdoberfläche ereignet, desto größer sind die Schäden, die es anrichten kann.

In der Region ereignen sich häufig Erdbeben. Selbst schwere Erdstöße lösen aber nicht zwangsläufig einen Tsunami aus. So gab es erst im Oktober vor Vanuatu ein Beben der Stärke 7,3 und im Dezember von 6,3, ohne dass größere Schäden entstanden wären.

tib/Reuters