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Unicef-Bericht Ebola-Epidemie macht 16.000 Kinder zu Waisen


Mindestens 16.000 Kinder sind durch den Ausbruch von Ebola in Westafrika zu Waisen geworden, berichtet des UN-Kinderhilfswerk Unicef. Viele von ihnen leben nun bei Verwandten.

Die Ebola-Epidemie hat mehr als 16.000 Kinder in Westafrika zu Waisen gemacht. Diese Mädchen und Jungen in den am schlimmsten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone hätten mindestens ein Elternteil oder ihre Betreuungsperson verloren, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Freitag in New York mit. Rund 3900 der Kinder verloren beide Elternteile.

Die Unterstützung der Menschen vor Ort sei nach anfänglichen Bedenken aufgrund der Ansteckungsgefahr inzwischen jedoch enorm, teilte Unicef mit. So hätten nur rund drei Prozent der Waisenkinder außerhalb des Familien- oder Dorfgemeinschaftskreises untergebracht werden müssen. In Guinea seien sogar alle 773 Kinder, die dort beide Elternteile verloren, im erweiterten Familienkreis aufgenommen worden.

Die Ebola-Epidemie war vor etwa einem Jahr in Westafrika ausgebrochen. Die Zahl der registrierten Fälle liegt laut Weltgesundheitsorganisation bisher bei mehr als 22.500. Etwa 9000 Menschen starben seit Ausbruch der Epidemie.

ono/DPA DPA

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