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Unwetter: Gewitter richten große Schäden an

Blitz und Donner am ersten Sommerwochenende: Eine Gewitterfront ist am Sonntag über Deutschland gezogen und hat Regen, Sturm und Hagel mitgebracht. Besonders schlimm war es im Münsterland. Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet und Stromleitungen abgerissen.

Mit heftigen Unwettern ist in zahlreichen Regionen Deutschlands das erste Wochenende des kalendarischen Sommers zu Ende gegangen. Betroffen war am Sonntagnachmittag vor allem Nordrhein-Westfalen. Teilweise gingen erbsengroße Hagelkörner nieder. Keller wurden überflutet, Blitze schlugen in Bäume und Häuser ein.

Durch starken Regen und heftigen Wind wurden Straßen überspült und Stromleitungen abgerissen. Polizei und Feuerwehr rückten zu mehreren hundert Einsätzen aus. Menschen seien nach ersten Erkenntnissen aber nicht verletzt worden, teilten die Polizeidienststellen mit.

Gewitter wurden auch aus Rheinland-Pfalz gemeldet. In Hamburg wurde am Nachmittag wegen Gewitters vorübergehend das Heiligengeistfeld gesperrt. Auf dem Gelände, auf dem während der Fußball-Europameisterschaft das Public Viewing stattfindet, hatten sich Tausende von Motorradfahrern zu den "Harley-Days" getroffen.

Ruhe im Osten

In den übrigen Bundesländern blieb die Nacht trotz zahlreicher Unwetterwarnungen ruhig. Am Nachmittag hatte die Unwetterzentrale des Wetterdienstes meteomedia noch vor Gewittern mit Hagel oder Starkregen und Sturm in Teilen von Niedersachsen, Thüringen, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gewarnt. "Außer großen Pfützen gab es bei uns nichts", sagte ein Polizist in Schwerin am frühen Montagmorgen.

Zum Wochenbeginn soll es im Norden zunächst kühler bleiben. Jedoch kann die kühlere Luft nicht sehr weit in Richtung Süden vordringen. Meteomedia-Meteorologin Fabienne Muriset tröstet: "Der Sommer ist keineswegs vorbei, ehe er richtig angefangen hat."

DPA / DPA