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Video Bundeswehr vor letzter Phase ihres Abzuges aus Afghanistan

Die Bundeswehr in Afghanistan rüstet sich für die letzte Phase des Abzuges vom Hindukusch, hier Archivbilder. Man müsse beim Rückzug aus Afghanistan vorbereitet sein auf vieles - das könnten Sprengstoffanschläge sein, das könne ein Insiderangriff sein, das könne natürlich auch ein Raketenangriff sein, sagte der Kommandeur des Camps im nordafghanischen Masar-i-Scharif, der deutsche General Ansgar Meyer, in einem Interview dieser Tage. Ein endgültiges Fazit des - von beträchtlichen Teilen der deutschen Bevölkerung seit 2001 bis heute durchaus kritisch gesehenen Auslandseinsatzes der Bundeswehr - mochte er nicht ziehen: O-Ton:("Also, ich glaube, für eine abschließende Bilanz ist es noch zu früh, weil man sehen muss, wie sich Afghanistan weiterentwickelt, wenn die Bundeswehr abgezogen ist. Aber ich glaube, es ist auch schwierig, eigene Verluste abzuwägen dagegen. Denn wie will man Menschenleben abwägen gegen mögliche Entwicklung? Auf der anderen Seite sehe ich natürlich viel Positives und auch Negatives. Das, was negativ immer zu Buche schlägt, und das ist offensichtlich, ist die immer noch angespannte Sicherheitslage hier in Afghanistan. Wir haben zu normalen Zeiten hier oben im Norden in den neun Provinzen bis zu 30, manchmal sogar mehr Übergriffe pro Tag, mit Toten und Verwundeten und auch zivilen Opfern. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, und da kann ich so ein bisschen die Entwicklung sehen seit 2008, wir haben hier eine Armee, wir haben Sicherheitskräfte, die selbstständig agieren können.") Derzeit tun in dem Feldlager im Norden Afghanistans noch rund 1.000 deutsche Soldaten Dienst. Man habe in dieser Phase des Abzugs weitere Verstärkungskräfte aus den Niederlanden und aus Deutschland hierhinbekommen, und die US-Streitkräfte verlagerten Fähigkeiten zu seinen Truppen herüber, sodass man reaktionsfähig sei, sagte Meyer. Aber eine Garantie könne es niemals geben. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist unterdessen weiter angespannt, hier weitere Archivbilder. Zuletzt hat die Gewalt im Land noch zugenommen. Erst vergangene Woche kamen bei einem Anschlag auf eine Mädchenschule in der Hauptstadt Kabul selbst rund 80 Menschen ums Leben.
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Man müsse beim Rückzug aus Afghanistan vorbereitet sein auf vieles - das könnten Sprengstoffanschläge sein, das könne ein Insiderangriff sein, das könne natürlich auch ein Raketenangriff sein, sagte der Kommandeur des Camps im nordafghanischen Masar-i-Scharif, der deutsche General Ansgar Meyer, in einem Interview dieser Tage.

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