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Video Frances Haugen appeliert an EU-Parlament

Die frühere Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen hat am Montag vor einem Komitee des EU-Parlaments für eine strenge Regulierung des US-amerikanischen Konzerns geworben. Haugen wirft Facebook vor, seine Produkte schadeten Kindern, spalteten die Gesellschaft und schwächten die Demokratie. O-TON FRANCES HAUGEN, FRÜHERE FACEBOOK-MITARBEITERIN: "Die Facebook-Plattform schadet heute der Gesundheit und der Sicherheit unserer Gemeinden, sie bedroht die Integrität unserer Demokratien. Diesen Herausforderungen zu begegnen wird nicht einfach sein. Aber die Demokratien müssen das tun, was sie immer taten, wenn das Handeln des Kommerzes in Konflikt mit den Interessen der Menschen und der Gesellschaft als Ganzes geriet. Demokratien müssen aufstehen und neue Gesetze erlassen. Ich bin dankbar, dass die Europäische Union das sehr ernst nimmt. Das Gesetz für digitale Dienste, das jetzt vor diesem Parlament verhandelt wird, könnte der neue Goldstandard werden. Es könnte andere Länder inspirieren, meins eingeschlossen, neue Regeln zu erlassen, die unserer Demokratie schützen. Aber das Gesetz muss stark sein und auch durchgesetzt werden, ansonsten wird diese einmalige Gelegenheit verstreichen, die technologische Zukunft und die Demokratie in Einklang zu bringen." Auf die Vorwürfe erwiderte Facebook, es habe nie die Gewinnabsicht über die Sicherheit der Nutzer gestellt. Allein in diesem Jahr investiere der Konzern mehr als 5 Milliarden Dollar in die Sicherheit. Vor dem EU-Parlament wird derzeit verhandelt, ob das Gesetz für digitale Dienste verschärft werden soll. Es könnte Facebook zwingen, deutlich stärker als bisher gegen Desinformation und Hassrede vorzugehen.
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Die frühere Mitarbeiterin von Facebook plädierte für eine deutliche schärfere Regulierung des Konzerns.

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