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Video Steinmeier: Tragen Mitverantwortung für menschliche Tragödie

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident: "Die Bilder der Verzweiflung am Flughafen Kabul sind beschämend für den politischen Westen, umso mehr müssen wir jetzt zu denen stehen, denen wir durch ihre Arbeit und Unterstützung, für ihren Einsatz verpflichtet sind. Deutschland muss alles daran setzen, unsere Landsleute und alle Afghaninnen und Afghanen, die ihnen jahrelang zur Seite standen, in Sicherheit zu bringen. Darüber hinaus müssen wir gemeinsam mit unseren Verbündeten nach Möglichkeiten suchen, auch denjenigen zu helfen, die in Afghanistan jetzt von Gewalt oder Tod bedroht sind, darunter viele mutige Frauen. Der rasche Zusammenbruch der afghanischen Regierung und ihrer Streitkräfte, sowie die widerstandslose Übernahme der Herrschaft durch die Taliban wird lange Schatten werfen. Das Scheitern unserer jahrelangen Anstrengungen, in Afghanistan ein stabiles, tragfähiges Gemeinwesen aufzubauen, wirft grundlegende Fragen für Vergangenheit und Zukunft unseres außenpolitischen und militärischen Engagements auf. Bittere Fragen, die wir nicht in erster Linie schnell, sondern ehrlich und gründlich beantworten müssen. Und Antworten müssen wir auch im westlichen Bündnis gemeinsam suchen. Denn ohne dieses Bündnis und die Solidarität im Bündnis wären wir vor 20 Jahren nicht nach Afghanistan gegangen. Das deutsche Engagement wie das Engagement vieler anderer NATO-und westlicher Staaten in Afghanistan ist nur im Bündnis zu verstehen und zu bewerten. Dennoch bleibt es dabei. Wir erleben in diesen Tagen eine menschliche Tragödie, für die wir Mitverantwortung tragen. Und eine politische Zäsur, die uns erschüttert und die Welt verändern wird. Und doch gibt es allzu viele, die heute schon genau zu wissen glauben, dass es alles immer so kommen musste. Zu denen gehöre ich nicht. Gewiss ist, es sind furchtbare Tage für all jene, die für eine friedlicheres, demokratischeres Afghanistan gedient, gearbeitet und gelitten haben. Ob aus Deutschland, unter unseren Partnern, vor allem aber in der afghanischen Gesellschaft selbst."
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Die Bilder der Verzweiflung aus Kabul seien beschämend für den Westen, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin.

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