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Vorwurf sexuelle Belästigung: Polizei ermittelt gegen Al Gore

Den USA steht möglicherweise ein neuer Sexskandal ins Haus: Ex-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore soll vor mehr als drei Jahren angeblich eine Masseurin belästigt haben. Doch was ist dran an den Vorwürfen? Die Polizei hat die eigentlich geschlossene Ermittlungsakte nun wieder geöffnet.

Die Polizei im US-Bundesstaat Oregon hat Ermittlungen gegen den früheren Vizepräsidenten Al Gore wegen sexueller Belästigung aufgenommen. Die Behörde in Portland bestätigte am Mittwoch (Ortszeit), eine eigentlich zu den Akten gelegte Untersuchung wiederaufzunehmen. Einem Bericht der Zeitung "National Enquirer" zufolge soll Gore im Jahr 2006 in einem Hotel in Portland eine Masseurin begrapscht haben.

Eine Sprecherin des Friedensnobelpreisträgers sagte, Gore dementiere "nachdrücklich und unmissverständlich", die Frau sexuell belästigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass Gore Ende 2006 und Anfang 2007 des "unerwünschten sexuellen Kontakts" beschuldigt worden sei.

"Wie ein verrückter Sex-Pudel"

Die Masseurin wirft dem 62-jährigen Politiker vor, sie bei einem Massagetermin am 24. Oktober 2006 in einem Luxushotel gegen ihren Willen angefasst, geküsst und auf ein Bett geworfen zu haben. In einem Verhör im Januar 2009 sagte sie weiter, sie habe Gore gesagt, er benehme sich "wie ein verrückter Sex-Pudel". Die Ermittler kamen damals zu dem Ergebnis, es gebe keine hinreichenden Beweise für diese Vorwürfe.

Warum die Akte nun wieder geöffnet wurde, ließ die Behörde offen. "Eine weitere Ermittlung in dieser Angelegenheit wird nur weiter Gore nutzen", sagte seine Sprecherin und fügte hinzu: "Die Gores können nicht zu jeder verleumderischen, irreführenden und falschen, von Boulevardblättern erzeugten Geschichte Stellung nehmen."

Die Gores wird es als Paar bald aber gar nicht mehr geben: Der frühere Vizepräsident und seine Frau Tipper hatten am 1. Juni bekanntgeben, sich nach 40 Jahren zu trennen.

joe/AFP/APN