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Henry Kissinger ist tot

Friedensnobelpreisträger Früherer US-Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben

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Der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Das teilte sein Beratungsunternehmen mit. Der aus Deutschland stammende Politiker war zunächst Nationaler Sicherheitsberater unter Präsident Nixon. Von 1973 bis 1977 war er zusätzlich Außenminister bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Ford. Der Republikaner Kissinger prägte maßgeblich die US-Außenpolitik. Er setzte sich insbesondere für eine Entspannung in den Beziehungen zur Sowjetunion sowie für eine Annäherung an China ein. 1973 erhielt Kissinger gemeinsam mit dem nordvietnamesischen Chefunterhändler Le Duc Tho den Friedensnobelpreis für ein Waffenstillstandsabkommen im Vietnamkrieg. Tho lehnte die Ehrung ab, weil der Krieg trotz des Abkommens weiterging. Kissinger selbst wollte den Preis später zurückgeben. Kissinger wurde 1923 als Heinz Alfred Kissinger im bayerischen Fürth geboren. Die jüdisch-orthodoxe Familie floh allerdings 1938 vor dem Naziregime in die USA. Dort wurde Kissinger fünf Jahre später eingebürgert und änderte seinen Vornamen.
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Desmond Tutu - Kämpfer gegen die Apartheid in Südafrika, Friedensnobelpreisträger, Erzbischof - nun ist er gestorben. Der weltweit bekannte Menschenrechtler und gefragte Gesprächsparnter wurde 90 Jahre alt. Das hat der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa am Sonntag mitgeteilt. "Der Tod des emeritierten Erzbischofs Desmond Tutu ist ein weiteres Kapitel der Trauer im Abschied unserer Nation von einer Generation herausragender Südafrikaner, die uns ein befreites Südafrika hinterlassen haben", erklärte Präsident Ramaphosa. Bei Tutu war Ende der 90er Jahre Prostatakrebs festgestellt worden. In den vergangenen Jahren musste er mehrfach wegen Infektionen in Zusammenhang mit seiner Krebserkrankung in Krankenhäusern behandelt werden. Tutu sei friedlich im Pflegezentrum Oasis Frail in Kapstadt verstorben, so die Vorsitzende des Erzbischof Desmond Tutu IP Trusts. Zur Todesursache machte sie keine Angaben. Tutu erhielt im Jahr 1984 den Friedensnobelpreis für seinen gewaltfreien Widerstand gegen die Rassentrennung in Südafrika. Ein Jahrzehnt später erlebte er das Ende der Apartheid. 1994 stand Tutu an der Seite seines Freundes und Mitstreiters Nelson Mandela, als dieser nach vielen Jahren der Haft der erste schwarze Präsident Südafrikas wurde. 1996 ging Tutu nach zehn Jahren als Erzbischof von Kapstadt in den Ruhestand. Er prägte den Begriff Regenbogennation für das südafrikanische Volk. "Manchmal schrill, oft zärtlich, nie ängstlich und selten ohne Humor, wird Desmond Tutus Stimme immer die Stimme der Stimmlosen sein", beschrieb Mandela, der im Dezember 2013 starb, einmal seinen Freund. Tutu war Vorsitzender der Wahrheits- und Versöhnungskommission, die zur Aufdeckung der Gräuel in der Zeit der Apartheid eingerichtet wurde. Aber auch mit Kritik an der schwarzen politischen Elite sparte er nicht. Tutu galt Schwarzen wie Weißen in Südafrika als Gewissen ihrer Nation. Seine Haltung zur Apartheid nannte Tutu eher moralisch als politisch. In einem Reuters-Interview sagte er einmal: "In Südafrika ist es einfacher, Christ zu sein als anderswo, weil die moralischen Fragen in diesem Land so klar sind."