Bürgerkrieg in Äthiopien Abiy Ahmed: Der Friedensnobelpreisträger, der sein eigenes Land bombardiert

Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed
Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed: vom Hoffnungsträger zum Kriegsherrn
© Mulugeta Ayene / Picture Alliance
Noch vor wenigen Jahren galt Äthiopien als Land im Aufwind, Ministerpräsident Abiy Ahmed als Friedensbringer. Heute herrscht in dem Vielvölkerstaat blutiger Bürgerkrieg, NGOs sprechen von gezielten Vergewaltigungen. Wie konnte es soweit kommen?

Kriegstote, Vergewaltigte, Vertriebene, Hungerleidende: Seit elf Monaten versinkt Äthiopien in einem blutigen Bürgerkrieg. Zyniker mögen fragen: "War es jemals anders?". Ja, war es. Noch vor nicht allzu langer Zeit galt der Vielvölkerstaat im Nordosten Afrikas als hoffnungsvoll schimmernder Stern am demokratischen Firmament. Und niemand stand damals deutlicher für Aufbruch, Versöhnung und Fortschritt als der frisch gewählte neue Ministerpräsident Abiy Ahmed. Jung, charismatisch, weltoffen – das Image des jüngsten Regierungschefs des Kontinents.


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