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Waldbrände: Portugal versinkt in dichten Rauchwolken

Die Waldbrände in Portugal halten die Löschmannschaften weiter in Atem. Hubschrauber der Bundeswehr unterstützen die Kräfte vor Ort bei der Brandbekämpfung.

Der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates hat den Betroffenen der Brandkatastrophe Soforthilfe zugesagt. Sócrates sagte bei einem Krisentreffen in der von den Flammen bedrohten Universitätsstadt Coimbra in Mittelportugal, die Hilfe für die Betroffenen würden "umgehend verfügbar" sein. Die Behörden sollten in schnellstmöglicher Form die Hauptprobleme der Betroffenen angehen. Es gelte jetzt, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen, um dann möglicherweise aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union Hilfsmittel zu beantragen, sagte Sócrates weiter.

Sócrates wies zudem die in den vergangenen Wochen laut gewordene Kritik am Krisenmanagement der Behörden zurück. In diesem Jahr habe es eine effektivere Koordinierung des Kampfes gegen die Waldbrände gegeben. Der Ministerpräsident lobte vor allem auch den Einsatz der Feuerwehrleute, von denen viele wegen des Dauereinsatzes am Ende ihrer Kräfte sind. Rund 3400 Feuerwehrleute und 600 Soldaten waren am Montagabend im Kampf gegen die rund 30 Waldbrände im Einsatz. Durch die Flammen seien in diesem Jahr mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, berichtet die Zeitung "Público".

Die Hauptprobleme der Betroffenen angehen

Der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates hat den Betroffenen der Brandkatastrophe Soforthilfe zugesagt. Sócrates sagte bei einem Krisentreffen in der von den Flammen bedrohten Universitätsstadt Coimbra in Mittelportugal, die Hilfe für die Betroffenen würden "umgehend verfügbar" sein. Die Behörden sollten in schnellstmöglicher Form die Hauptprobleme der Betroffenen angehen. Es gelte jetzt, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen, um dann möglicherweise aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union Hilfsmittel zu beantragen, sagte Sócrates weiter.

Sócrates wies zudem die in den vergangenen Wochen laut gewordene Kritik am Krisenmanagement der Behörden zurück. In diesem Jahr habe es eine effektivere Koordinierung des Kampfes gegen die Waldbrände gegeben. Der Ministerpräsident lobte vor allem auch den Einsatz der Feuerwehrleute, von denen viele wegen des Dauereinsatzes am Ende ihrer Kräfte sind. Rund 3400 Feuerwehrleute und 600 Soldaten waren am Montagabend im Kampf gegen die rund 30 Waldbrände im Einsatz. Durch die Flammen seien in diesem Jahr mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, berichtet die Zeitung "Público".

Hilfe aus dem Ausland, um Städte zu retten

Löschflugzeuge aus Frankreich und Spanien nahmen den Kampf gegen die Flammen auf. Es wurden auch drei Hubschrauber aus Deutschland und Löschflugzeuge aus Frankreich und Italien sowie Löschhubschrauber aus den Niederlanden erwartet. Portugals Innenminister António Costa wies den Vorwurf der Feuerwehr zurück, das Ausland zu spät zu Hilfe gerufen zu haben.

In Viana do Castelo musste das traditionelle Stadtfest abgebrochen werden, weil Waldbrände im Umland dicke Qualmwolken in die Stadt trieben. Tausende von Bewohnern flüchteten aus der Stadt. Ein Luxushotel in den Bergen und eine Herberge wurden geräumt, über 100 Urlauber in Sicherheit gebracht und auf andere Unterkünfte verteilt.

"Es ist alles verbrannt, was brennen konnte"

In Pampilhosa da Serra in Mittelportugal brachte die Feuerwehr eine der verheerendsten Feuersbrünste dieses Sommers unter Kontrolle. "Von den 40.000 Hektar Wald in der Umgebung blieben uns nur 4000", beklagt Bürgermeister Hermano Almeida. Eine Bewohnerin der Stadt entdeckt an dem Desaster aber auch eine positive Seite: "Es ist alles verbrannt, was brennen konnte. Nun können wir wieder ruhig schlafen."

Nach inoffiziellen Schätzungen brannten in diesem Jahr in Portugal 200.000 Hektar Wald- und Buschland nieder. Dies entspricht fast der Fläche des Saarlands. Dass es in Portugal mehr brennt als in den anderen EU-Staaten hat nach Ansicht der Zeitung "Público" auch mit der apathischen Haltung der Portugiesen zu tun: "Die Feuer zerstören unser Portugal. Aber wir stecken den Kopf in den Sand oder suchen allenfalls die Schuld bei ein paar verrückten Brandstiftern."