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Nach dem Charleston-Massaker: Walmart streicht Produkte mit Südstaaten-Flagge aus dem Sortiment

Das rassistische Attentat von Charleston hat die Debatte um die Südstaaten-Flagge in den USA wieder angefacht. Der Täter hatte im Vorfeld mit der Fahne posiert. Der US-Konzern Walmart reagiert als einer der ersten - und nimmt Produkte mit dem Symbol aus dem Handel.

"Wir wollen niemanden durch die Produkte, die wir anbieten, beleidigen", so ein Walmart-Sprecher

"Wir wollen niemanden durch die Produkte, die wir anbieten, beleidigen", so ein Walmart-Sprecher

 Als Reaktion auf die offenkundig rassistische Bluttat in einer Kirche in Charleston will der US-Einzelhandelskonzern Walmart alle Produkte mit der Südstaaten-Flagge aus seinen Supermärkten entfernen. "Wir wollen niemanden durch die Produkte, die wir anbieten, beleidigen", erklärte ein Sprecher des weltgrößten und in den Südstaaten allgegenwärtigen Einzelhandelsunternehmens am Montag. Das Unternehmen habe veranlasst, dass alle Artikel aus dem Sortiment genommen würden, die die Südstaaten-Flagge zeigen - sowohl in den Geschäften als auch auf der Website.

Zuvor hatte die Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, eine Initiative gestartet, das vor dem Parlaments- und Regierungssitz des Bundesstaats wehende Banner abzuhängen. Einer Entfernung der Flagge - ein mit weißen Sternen besetztes blaues Kreuz auf rotem Grund - müsste das Parlament von South Carolina zustimmen.

Der 21-jährige Weiße Dylann Roof, der am Mittwoch vergangener Woche in einer Kirche in Charleston aus rassistischen Motiven neun Schwarze erschossen haben soll, hatte auf Fotos mit der Südstaaten-Flagge posiert. Die Fahne diente ursprünglich als Kriegsflagge der Armee des nördlichen Virginia und wurde später zum Erkennungszeichen der für den Erhalt der Sklaverei kämpfenden Konföderierten im Bürgerkrieg der Jahre 1861 bis 1865.

amt / AFP