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Hotelstrand in Hurghada Zwei deutsche Frauen bei Messerangriff in Ägypten getötet

Bei einem Messerangriff in Ägypten sind zwei deutsche Frauen getötet worden. Die Attacke ereignete sich an einem Hotelstrand im Badeort Hurghada.

In Ägypten hat ein Angreifer in einer Hotelanlage in dem beliebten Urlaubsort Hurghada am Roten Meer zwei Menschen mit einem Messer getötet und mehrere Urlauber verletzt. Nach Angaben des ägyptischen Staatlichen Informationsservices (SIS) handelt es sich bei den beiden Getöteten um Deutsche. Auch die vier Verletzten der Messerattacke sind demnach Ausländer.

Das Auswärtige Amt in Berlin äußerte sich zunächst noch nicht offiziell zur Identät der Opfer, schloss aber nicht aus, dass es sich um Deutsche handelt. "Gewissheit haben wir darüber noch nicht", teilte ein Sprecher am Abend mit. Der ägyptische Informationsservice berief sich in seiner Erklärung auch auf Quellen, nach denen die beiden Getöteten in Hurghada gearbeitet haben könnten. Dies werde bei den weiteren Ermittlungen berücksichtigt werden, so der SIS.

Ägypten: Messerangriff am Strand von Hurghada

Die Messerattacke ereignete sich an einem Strand in dem beliebten Ferienort Hurghada am Roten Meer. Der Angreifer sei von einem öffentlichen Bereich aus an den Hotelstrand geschwommen und habe mit dem Messer mehrere Touristengruppen angegriffen, hieß es in einer Erklärung des ägyptischen Innenministeriums.

Die ägyptische Nachrichtenseite "Al-Masry Al-Youm" zitierte den Manager des Hotels "El Palacio". Demnach soll der Angreifer zunächst an einem benachbarten Hotelstrand Urlauber attackiert haben, bevor er zum Strand seiner Anlage weitergeschwommen sei. Dort sei er von Sicherheitsleuten und Gästen überwältigt worden.

Fotos im Internet zeigten, wie der überwältigte Angreifer auf einem Karren liegend durch den Garten einer Hotelanlage gezogen wurde. Auf einem anderen Foto, das ägyptische Medien verbreiteten, lag eine blutverschmierte Touristin mit Bikini und Sonnenbrille auf einem Sofa in einer Hotellobby.

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den Angriff. "Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste", erklärte ein Sprecher des Ministeriums. "Wir trauern mit den Familien der Opfer und hoffen, dass alle, die bei dem Angriff verletzt worden sind, rasch und vollständig wieder gesund werden."

Über die Herkunft der Opfer hatte erst einmal Verwirrung geherrscht. Zunächst berichtete "Al-Masry Al-Youm", dass die beiden Getöteten aus der Ukraine stammten, später hieß es mit Verweis auf lokale Quellen, die Opfer seien Deutsche. Auch über die Identitäten der verletzten Urlauber gab es unterschiedliche Angaben.

Die Agentur Interfax berichtete, dass eine russische Frau verletzt worden sei und berief sich dabei auf das russische Konsulat. Das tschechische Außenministerium bestätigte, dass eine 36 Jahre alte tschechische Touristin bei der Messerattacke am Bein verletzt worden sei. Sie schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Hurghada ist neben Scharm el Scheich das größte ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Seit den 1980er Jahren sind mehr als 250 Hotelanlagen in dem früheren Fischerdorf entstanden. Die Ferienregion ist auch bei deutschen Urlaubern beliebt. Bekannt ist der Badeort vor allem für seine durchgängig warmen Temperaturen und die faszinierende Unterwasserwelt. Hurghada gilt daher als wichtigstes Ziel für Tauchurlauber am Roten Meer überhaupt. Auch Windsurfen, Segeln und Hochseeangeln werden angeboten.

Ägyptischer Tourismus schon lange mit Problemen

Der Tourismus in Ägypten kämpft seit den Umbrüchen und dem Sturz von Langzeitmachthaber Husni Mubarak im Jahr 2011 mit Problemen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Anschlägen, die sich nicht nur gegen Sicherheitskräfte, sondern auch gegen Touristen richteten.

Vor zwei Jahren stürzte eine russische Passagiermaschine kurz nach dem Start aus dem Ferienort Scharm el Scheich über der Sinai-Halbinsel ab. Bei dem Unglück starben alle 224 Menschen an Bord. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) behauptete später, das Flugzeug mit einer Bombe in einer Getränkedose zum Absturz gebracht zu haben.

Kurz vor der Attacke auf die Urlauber in Hurghada hatte es in der Nähe der Hauptstadt Kairo noch einen weiteren Zwischenfall gegeben.
Maskierte griffen mit Maschinengewehren einen Kontrollpunkt der Polizei an und töteten dabei fünf Polizisten, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Der Angriff ereignete sich in der Provinz Gizeh in Al-Badraschein rund 40 Kilometer südlich von Kairo.

tim DPA

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