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Vespa Mandarinia: Sie beißen Bienen die Köpfe ab: Asiatische Riesenhornissen erstmals in den USA gesichtet

Die Asiatische Riesenhornisse ist in den USA aufgetaucht und bedroht heimische Honigbienen. Ihr Stich ist äußerst schmerzhaft und ihr Stachel durchdringt sogar die Schutzkleidung von Imkern.

Eine Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) (Archivbild)

Eine Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia): Dieses Exemplar aus dem Huaxi-Insekten-Museum in der chinesischen Stadt Chengdu hat eine Flügelspannweite von 9.35 und einer Körperlänge von sechs Zentimetern (Archivbild).

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Der Begriff "MurderHornet" (Mörderhornisse) ist bereits zum Twitter-Trend geworden: In den USA sorgt das Auftauchen von Asiatischen Riesenhornissen für Wirbel. Die durchschnittlich vier bis fünf Zentimeter großen Insekten stellen eine tödliche Bedrohung für ohnehin schon gefährdete Honigbienen dar. Imker hätten bereits von Haufen toter Bienen mit abgerissenen Köpfen berichtet, meldet unter anderem der US-Nachrichtensender CNN.

Asiatische Riesenhornisse enthauptet Honigbienen

"Die Asiatische Riesenhornisse greift die Bienenstöcke der Honigbienen an und zerstört sie. Einige wenige Hornissen können einen Bienenstock innerhalb weniger Stunden vernichten", warnt das Landwirtschaftsministerium des US-Bundesstaates Washington (WSDA). "Die Hornissen treten in eine "Schlachtphase" ein, in der sie Bienen töten, indem sie sie enthaupten." Zum Köpfen der Bienen verwenden sie ihre wie versetzte Haifischflossen geformten Mundwerkzeuge, wie die "New York Times" am Samstag berichtete. Den Körper und auch die Brut aus dem eroberten Stock nähmen sie mit und verfütterten ihn an ihren eigenen Nachwuchs.

Erstmals in den Vereinigten Staaten entdeckt wurde die Vespa mandarinia, so ihr wissenschaftlicher Name, bereits im vergangenen Dezember. Doch erst der "New York Times"-Artikel über die Bemühungen, die weltweit größte Hornissenart an der Ausrottung der Honigbienen zu hindern, hat offenbar viele aufgeschreckt und sowohl in den sozialen als auch den herkömmlichen Medien ein breites Echo ausgelöst.

Stachel durchdringt Schutzkleidung

Menschen oder Haustiere attackiert die Asiatische Riesenhornisse dem WSDA zufolge zwar im Allgemeinen nicht, sie könne aber angreifen, wenn sie sich bedroht fühle. Und das kann sehr unangenehm werden. "Es war, als hätte man mir glühende Reißzwecken ins Fleisch gestoßen", schilderte der Bienenzüchter und Insektenforscher Conrad Bérubé in der "New York Times" den Moment, als er bei dem Versuch, ein Nest auf der kanadischen Insel Vancouver Island zu zerstören, von den Hornissen angegriffen und durch seine Schutzkleidung hindurch mehrfach gestochen wurde.

"Seien Sie in der Nähe Asiatischer Riesenhornissen äußerst vorsichtig", warnt denn auch das Washingtoner Ministerium auf seiner Internetseite. "Der Stachel der Asiatischen Riesenhornisse ist länger als der einer Honigbiene, und das Gift ist giftiger als bei jeder einheimischen Biene oder Wespe. Die typische Imkerschutzkleidung reicht nicht aus, um Sie vor Stichen zu schützen. Wenn Sie ein Bienenvolk finden, versuchen Sie nicht, es zu entfernen oder auszurotten. Melden Sie es sofort der WSDA. Wer allergisch gegen Bienen- oder Wespenstiche ist, sollte sich niemals einer asiatischen Riesenhornisse nähern."

Unterschätztes Insekt: Hornissen sind die perfekte Waffe gegen Wespen - und viel harmloser als ihr Ruf

Nach Ansicht des Ministeriums geht die Gefahr durch den Eindringling sogar noch weit über Stiche und vernichtete Bienenvölker hinaus. Sollte die Vespa mandarinia sich in der Natur durchsetzen, schreibt das WSDA, "wird diese Hornisse negative Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft und die öffentliche Gesundheit des Staates Washington haben."

Quellen: Landwirtschaftsministerium des US-Bundesstaates WashingtonCNN, NBC News, "New York Times"

mad