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Atomunglück in Japan Kühlung scheint vorerst zu funktionieren


Kurzes Aufatmen in Japan: Die Kühlversuche sind nach Angaben der japanischen Regierung erfolgreich. Falls sie scheitern will der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima unter Beton begraben, um den Austritt von Strahlung einzudämmen.

Die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins sind erfolgreich. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Freitagabend  auf einer Pressekonferenz. Der Fernsehsender zeigte auch einen Armeesprecher, der berichtete: "Wir haben das Ziel getroffen". Seit dem Nachmittag spritzen Wasserwerfer erneut auf den Reaktor. Das Wasser soll die Kernschmelze verhindern. Die Brennelemente im Block 3 enthalten das hochgiftige Plutonium.

Falls die Kühlversuch scheitern sollten, erwägt der Betreiber des japanischen Unglücksreaktors, das Kraftwerk unter einer Schicht aus Sand und Beton zu begraben. "Es ist nicht unmöglich, die Reaktoren mit Beton zu überziehen", teilte Tokyo Electric Power mit. Zunächst solle aber versucht werden, den Reaktor abzukühlen. Nach der Katastrophe in Tschernobyl wurde ebenfalls mit Sand und Beton eine Deckschicht geschaffen. Vielleicht sei es die einzige Möglichkeit, eine katastrophale Ausbreitung von Strahlung zu verhindern, sagten japanische Ingenieure.

Derzeit wird versucht, die Stromverbindung zumindest zu zwei Reaktoren wiederherzustellen, um die Kühlpumpen in Gang zu bringen. Zugleich besprühen Arbeiter den Reaktor Nr. 3 mit Kühlwasser. Das Unglück 1986 in Tschernobyl gilt als weltgrößter Atomunfall. Damals war ein sowjetischer Reaktor explodiert.

liri/AFP/DPA DPA

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