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Teure Kühlung: Warentest prüft Gefrierkombis: Ein Hersteller kann auf ganzer Linie punkten

Gefrierkombis sind praktisch und ziemlich teurer – vor allem, wenn es ein Einbaugerät sein soll. Der Test verrät, wann sich die Ausgabe lohnt - und welche Hersteller die besten Geräte anbieten.

Gute Einbaugeräte sind recht teuer.

Gute Einbaugeräte sind recht teuer.

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Eine große Gefrierkombi steht in fast jeder Küche, die genügend Platz für so ein Gerät bietet. Ihr Vorteil: An einem Ort kann man Einfrieren und normal Kühlen. Die Stiftung Warentest hat nun 36 Modelle untersucht, und zwar 21 frei stehende und 15 Kühlkombinationen zum Einbau.

Einbau wird teuer

Die Einbaugeräte haben einen klaren Vorteil: Sie fügen sich optisch perfekt in eine Einbauküche ein und fallen nicht als Fremd-Gerät auf. Leider ist das der einzige Vorteil: Weil die Geräte in einen Schrank eingebaut werden, ist ihr nutzbarer Innenraum merklich kleiner – gemessen am Außenmaß – als bei einem frei stehenden Gerät. Das führt auch zu einer schlechten Energiebilanz. Außerdem sind die guten Einbaugeräte etwa 400 Euro teurer als die frei stehenden Kombinationen. Und das gilt nur für das Kühlgerät. Wenn ein umhüllender Küchenschrank und die speziellen Fronten der Einbauküche noch dazu kommen, ist das Einbaugerät mindestens doppelt so teurer wie ein einzeln stehender Kühlschrank.

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Gekühlte Tomaten verlierenihren Geschmack. Denn die kalte Luft verhindert den Reifeprozess der Tomate und der gibt ihr schließlich ihren Geschmack. Deshalb gilt: Lagern Sie die roten Paradiesäpfel in einer Schüssel auf der Arbeitsplatte.

Gekühlte Tomaten verlierenihren Geschmack. Denn die kalte Luft verhindert den Reifeprozess der Tomate und der gibt ihr schließlich ihren Geschmack. Deshalb gilt: Lagern Sie die roten Paradiesäpfel in einer Schüssel auf der Arbeitsplatte.

Einfrieren ist kritisch

Beim Test stellte sich das Einfrieren als kritischer Punkt heraus. Das ist vor allem ein Problem, wenn Frischware wie Fleisch oder gekochtes Essen tiefgekühlt werden sollen. Wer im Gefrierfach vor allem Tiefkühlpizza und Eiswürfel lagert, muss sich deswegen keine Sorge machen.

Die Warentester stapelten 400 Gramm Ware pro 10 Liter Gefriervolumen ins Tiefkühlfach. Die Note "Sehr Gut" beim Einfrieren gab es, wenn die Ware in weniger als 10 Stunden von Zimmertemperatur auf minus 16 Grad gebracht wurde. Schlechte Geräte benötigen dazu 28 Stunden. Tipp der Prüfer: Beim Einfrieren größerer Mengen sollte man den Superfreezeknopf drücken. Beim Kauf sollte man auch auf einen eingebauten Alarm achten, der anschlägt, wenn die Temperatur im Inneren des Geräts ansteigt. Das passiert leicht, wenn die Tür nicht korrekt geschlossen wird.

Heimspiel für Bosch

Ein weiterer Tipp: Ein Kühlschrank benötigt Platz zu Seite. Wenn die Tür ganz geöffnet wird, nimmt sie weiteren Raum zusätzlich zur Breite des Geräts ein. Fünf Zentimeter Extraplatz sind Standard – aber manche Geräte verlangen bis zu 33 Zentimeter Überstand.

Im Test schnitten 20 von 36 Geräte mit der Note "Gut" ab. Aber selbst Markengeräte von Siemens und AEG kamen nicht über ein "Ausreichend" hinaus. Das Spitzenfeld in beiden Bauklassen wird von Bosch dominiert. Testsieger ist der Freisteher Bosch KGE49 VW4A für 775 Euro - gefolgt vom Bosch KGE39VW4A für 645 Euro. Auch bei den Einbau-Kombis liegt ein Gerät von Bosch vorn, der KIS87AD40 für 1070 Euro. Er liegt gleichauf mit zwei baugleichen Modelle. Preistipp bei den Einbaugeräten ist der Isande von Ikea – er erreichte auch die Note "Gut" (2,4) und kostet nur 700 Euro.

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