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Haushaltsgeräte: Wäschetrockner bei Warentest – günstiges Markengerät von AEG ist der Preis-Leistungssieger

Die Stiftung Warentest gibt Entwarnung bei den Wäschetrocknern, anders als früher schneiden fast alle Geräte im Test mit "Gut" ab. Und Umweltsünder sind die neuen Geräte auch nicht mehr.

In fast jedem zweiten Haushalt steht inzwischen ein Trockner.

In fast jedem zweiten Haushalt steht inzwischen ein Trockner.

Getty Images

Wäschetrockner sind aus vielen Haushalten nicht wegzudenken. 17 Millionen Geräte trocknen in Deutschland die Wäsche. Die Stiftung Warentest hat die neue Generation von Wäschetrocknern unter die Lupe genommen. Im Gegensatz zu früheren Tests ist das Ergebnis sehr erfreulich: Bis auf einen Billig-Trockner von Hoover sind alle Geräte im Test gut. Besonders erfreulich, die begehrte Not "Gut" hat auch ein Gerät erreicht, das im Laden nur 400 Euro kostet. Der Koenic KTD 83012 A2 reicht zwar nicht ganz an die Spitzengruppe heran, kostet aber eben auch nur die Hälfte. In Sachen Trockenleistung ist er so gut wie die Besten. Nur bei der Reinigung der Siebe und dem Stromverbrauch schneidet das Gerät von Koenic schlechter ab.

Geringer Stromverbrauch

Apropos Strom. Bei Umweltbewegten haben Trockner einen traditionell schlechten Ruf. Das war aber nur bei alten Geräten ohne Wärmepumpe berechtigt. Die Stromkosten für einen Musterhaushalt liegen bei den aktuellen Geräten im Test zwischen 23 und 34 Euro im Jahr. Die noch vorhandenen Unterschiede unter den Geräten sind interessant für das Umweltgewissen, für die Kostenbilanz kann man sie aber vernachlässigen.

Testsieger ist das AEG-Gerät T9DE87685, es kostet aber auch stolze 965 Euro. Ein günstigere Alternative ist ein weiteres AEG-Gerät, der T8DB66580 – die Stiftung Warentest hat einen mittleren Preis von 535 Euro ermittelt, einen T8DB66580 kann man aber schon ab 475 Euro bekommen. Dieses Gerät ist klar der Preis-Leistungs-Sieger.

Die Trockenleistung überzeugt bei allen Geräten. Unterschiede gibt es allerdings darin, wie leicht sich Siebe und Wärmelamellen reinigen lassen. Zur Erinnerung: Siebe und Lamellen müssen regelmäßig von Flusen befreit werden, sonst kann das Gerät nicht trocknen. Bei langer Vernachlässigung kann sich die Wärmepumpe zusetzen, in Einzelfällen kann es sogar zu einem Brand des Trockners kommen.

Zuverlässigkeit von Wäschetrocknern

Die erste Generation von energiesparenden Trocknern mit Wärmepumpe hatte hier ein großes Problem: Bei vielem Geräten setzten sich die Wärmepumpen trotz regelmäßiger Reinigung mit Flusen zu, nach wenigen Jahren waren die Geräte defekt. Eine große Kundenumfrage der Warentester zeigte, dass diese Zeiten vorbei sind.

Dennoch sind die Geräte nicht absolut zuverlässig. 16 Prozent der Besitzer von Trocknern im Alter zwischen 2 und 8 Jahre klagen über Probleme. Bei einem Altersdurchschnitt von 5 Jahren ist das keine geringe Fehlerquote. Besonders unproblematisch sind die Geräte von Miele mit neun Prozent und die von Beko mit zehn Prozent Fehlerquote. Wer lange Freude an seinem Wäschetrockner haben will, sollte sich daher den Beko DE8635RX ansehen. Er ist das viertplatzierte Gerät im Test und der mittlere Preis liegt laut Warentest bei 760 Euro - es gibt ihn ab etwa 670 Euro.

Den ganzen Test können Sie gegen eine Gebühr hier bei der Stiftung Warentest einsehen.


Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?