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Waschmaschinen : Warentest: Gute Waschmaschinen gibt es auch für erstaunlich wenig Geld

Stiftung Warentest hat sich Waschmaschinen vorgenommen. Nur wenige Modelle versagten, doch ausgerechnet die billige Maschine von Constructa schnitt besonders gut ab.

Viele Waschmaschinen waschen gut - die Preise unterscheiden sich jedoch gewaltig.

Viele Waschmaschinen waschen gut - die Preise unterscheiden sich jedoch gewaltig.

Waschmaschinen werden nur selten aus Technikbegeisterung gekauft. Die Waschmaschine ist ein typisches Ersatzprodukt, eine neue kommt nur ins Haus, wenn die alte kaputt gegangen ist. Welche Maschine wirklich etwas taugt, kann der Laie kaum beurteilen – denn die Modelle sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Der neue Test der Stiftung Warentest hilft bei der Orientierung. Von den 13 getesteten Maschinen schnitten zehn mit der Note Gut ab, zwei erreichten Befriedigend. Das Modell von Amica kassierte nur ein Ausreichend, weil sie im Langzeittest versagte. Das aufgetretene Problem hätte aber auch jeder Laie leicht beheben können.

Groß oder klein?

Im Test sind zwei Gewichtsklassen vertreten, große Familienwaschmaschinen, die bis zu 8 Kilo fassen, und 6-Kilo-Modelle für den kleineren Haushalt. Wichtiger Tipp: Die Klassen unterscheiden sich auch in der Größe: Höhe und Einbaubreite sind gleich. Doch die 8-Kilo-Maschinen sind meist 64 Zentimeter tief, einzelne Modelle wie die Maschine von Samsung kommen sogar auf 69 Zentimeter. Die kleinen Maschinen benötigen nur 60 Zentimeter. Vor dem Kauf sollte also der Aufstellort exakt ausgemessen werden. Viele Küchenplatten decken nämlich nur 60 Zentimeter locker ab, größere Modelle würden überstehen.

Die Temperaturfalle

Die Stiftung Warentest weist auf eine weitere Tücke hin: In den Stromsparprogrammen erreichen die Maschinen nicht die ausgewiesene Temperatur. Besonders krass ist die Abweichung bei der Maschine von AEG – anstatt 60 Grad wird mit lauen 26 Grad gewaschen. Wer Wert auf exakte Temperaturen legt, einfach die speziellen Öko-Programme vermeiden. Die anderen Waschprogramme halten die bestellte Temperatur im Wesentlichen ein.

Empfehlung für günstige Maschinen

Für kleine Haushalte empfehlen die Warentester die Constructa CWF14N00. Mit der Note 1,9 landete sie insgesamt auf dem fünften Platz, sie gibt es aber bereits für 399 Euro (mittlerer Preis 420 Euro), die Betriebskosten für zehn Jahre belaufen sich auf 465 Euro. Bei den größeren Modellen überzeugt die Bosch WAW28570 (günstiger Preis 580 Euro, mittlerer Preis 660 Euro). Mit der Note 1,9 erreichte sie den ersten Platz. Ihre Betriebskosten sind 520 Euro gerechnet auf zehn Jahre.

Die Siemens WM14N190 (Platz drei) erreicht auch eine gute Note (1,7) und ist noch etwas billiger. Ihr günstigster Preis beträgt 450 Euro, der von Warentest angegeben mittlere Preis liegt bei 545 Euro. Ihre Betriebskosten lauten 635 Euro. Auch für unter 500 Euro kann man gut waschen.

Test simuliert zehn Jahre Betriebsdauer

Im Dauertest müssen die Maschinen 1840 Waschgänge absolvieren, so wird ein zehnjähriges Waschmaschinenleben im Schnelldurchgang simuliert. Bis auf die Maschinen von Amica und Panasonic hielten alle Testkandidaten durch. Aber Achtung: Die Warentester leisten sich auch keine Fehlbedienungen, wie sie in einem Haushalt durchaus vorkommen. Unwuchten bei der Beladung oder zu viel Wäschegewicht können schnell die Lager einer Maschine ruinieren, auch wenn das Modell im Test einfach durchgehalten hat. Andere Probleme wie Roststellen an den Falzen tauchen im Test auch nicht auf, dafür dauert er schlicht nicht lang genug.

Auf dem zweiten Platz landete übrigens das Modell von Miele. - Note 1,7 Es ist allerdings deutlich teurer als die Mitbewerber, dafür sollen die Modelle von Miele aber auch für eine längere Lebensdauer und eine stärkere Belastung ausgelegt sein.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter test.de/waschmaschinen.


Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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