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Test Haushaltsgeräte Gefrierschränke und -truhen – Warentest ermittelt hohe Stromkosten auch bei effizienten Geräten

Einfrieren ist die bequemste Art frische Lebensmittel zu lagern.
Einfrieren ist die bequemste Art frische Lebensmittel zu lagern.
© Vitranc / Getty Images
Einfrieren ist praktisch. Vor der Gartenernte gibt die Stiftung Warentest Tipps, doch die zusätzlichen Stromkosten sind auch bei guten Geräten erheblich.

Einfrieren ist praktisch – ohne nennenswerten Verlust an Frische kann man Vorräte monatelang aufbewahren. Doch wenn es "mehr" sein soll, etwa die Ernte aus dem eigenen Garten, reicht das Gefrierfach nicht mehr aus. Warentest hat elf Gefriergeräte unter die Lupe genommen, vier Truhen, vier große und drei kleine Schränke.

In Gefriertruhen passt viel herein, sie gehen am sparsamsten mit der Energie um, doch das Schnellfrieren klappt überraschenderweise schlechter bei den Schränken. Früher waren sie die klassische Lösung. Hauptnachteil ist der große Platzbedarf. Die Schränke können hoch sein, bleiben aber in Breite und Tiefe bei den Standardmaßen. Die Truhen benötigen mehr Standfläche und obenrum auch freien Raum, um die Klappe zu öffnen. Typischer Standort ist der Keller, in einer Wohnung ohne Hauswirtschaftsraum sieht man sie selten. Nur eine schneidet mit gut ab. Die Haier HCE321T kostet 445 Euro und überzeugt mit einer guten Energieeffizienz.

Hohe Schränke am Beliebtesten

Hohe Standschränke haben ein kleineres Fassungsvolumen, viele finden, dass Schränke mit Schubladen bequemer zu bedienen sind als die tiefen Truhen. Hier schneiden alle vier Geräte gut ab, die Noten sind im Bereich von 2,1 bis 2,3 – liegen also sehr eng beieinander. Die Bosch GSN36VLFP kostet stolze 745 Euro und punktet mit der Schnellgefrierfunktion. Angesichts des Preises kann man sich auch das zweitplatzierte Gerät ansehen. Das Modell Haier H2F-220WSAA kostet nämlich nur 400 Euro.

Die kleinen Schränke haben allesamt ein Problem mit der Energieeffizienz. Mehr als befriedigend ist keine. Vorn liegt die Ikea Djupfrysa für 380 Euro. Der kleine Kühlschrank von Bosch fällt wegen mehrerer Mängel durch. Im Markt spielen die kleinen Gefrierschränke eine untergeordnete Rolle, meist greifen die Kunden bei so einem geringen Platzbedarf lieber zu einem Kombigerät.

Kühlen geht ins Geld

Die Energieeffizienz ist nicht so einfach zu verstehen. Sie wird bezogen auf das Volumen berechnet. So betrachtet sind die großen Truhen effizienter, auch wenn sie absolut gesehen mehr Strom als die kleinen Schränke benötigen. Das heißt, wer sich eine große Truhe in den Keller stellt, sollte ihre Kapazität auch ausnutzen. Die Stromkosten darf man nicht unterschätzen.

Kühlgeräte gehören zu den größten Verbrauchern im Haushalt, weil sie nonstop laufen. Die Truhe Haier HCE321T schluckt im Jahr für 64 Euro Strom, der große Schrank Bosch GSN36VLFP gar für 88 Euro und der kleine Schrank von Ikea noch für 48 Euro. Diese Werte werden bei optimalem Betrieb ermittelt, stehen die Türen häufiger mal offen, kann es deutlich teurer werden. Da die Gefriergeräte nur eine Ergänzung zu einem weiteren Kühlschrank sind, kommt man schnell auf "Kühlungskosten" von 150 Euro im Jahr.

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