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Küchengeräte: Kühlschränke bei Warentest – die Großen sind gut, die Kleinen meist schlecht

Pech für Single-Haushalte: Beim Prüfen von Kühlschränken stutzten die Tester beim Thema Stromverbrauch. Meist verbrauchen kleine Schränke mehr Elektrizität als Großgeräte. Nur ein einziger kleiner Kühlschrank schaffte ein knappes "Gut".

Ein Kühlschrank ist unverzichtbar, es ist aber nicht so leicht, den richtigen zu finden.

Ein Kühlschrank ist unverzichtbar, es ist aber nicht so leicht, den richtigen zu finden.

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Kühlschränke gehören zum notwendigen Inventar jeder Wohnung und zu den großen Stromfressern, denn sie laufen Tag und Nacht. Und während Waschmaschinen und Geschirrspüler klar definierte Programme absolvieren, können Fehlbedienungen bei Kühlschränken den Energiebedarf weiter nach oben treiben.

Im Test waren dieses Mal 20 freistehende Geräte. Die für Einbauküchen notwendigen Einbaugeräte waren nicht vertreten. Elf Geräte waren klein (Höhe bis 85 Zentimeter) neun groß. Sie messen bis zu 1,89 Metern. Auch die großen Geräte sind reine Kühlschränke. Kombigeräte, die Kühlschrank und Tiefkühlgerät miteinander vereinen, waren nicht im in diesem Test. (Den passenden Artikel zu diesen Geräten finden Sie hier: Warentest prüft Gefrierkombis: Ein Hersteller kann auf ganzer Linie punkten)

Die Großgeräte brauchen immer mehr Platz, da sie sich nicht unterhalb einer Arbeitsplatte einbauen lassen. Ihr Inhalt passt für einen Vier-Personen-Haushalt. Kleinere Haushalte kommen mit einem flachen Gerät aus.

Die besten Geräte finden Sie in unserer Fotostrecke.

Küchengeräte: Warentest - die besten freistehende Kühlschränke
Bomann VS 2195  Nur der Bomann erreichte die Note "Gut" – knapp mit "2,5". Das Gerät kostet 213 Euro, die Stromkosten machen in 15 Jahren 329 Euro. aus Bei der Bedienbarkeit kann das günstige Gerät nicht punkten.

Bomann VS 2195

Nur der Bomann erreichte die Note "Gut" – knapp mit "2,5". Das Gerät kostet 213 Euro, die Stromkosten machen in 15 Jahren 329 Euro. aus Bei der Bedienbarkeit kann das günstige Gerät nicht punkten.

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Der Test endete mit einer Überraschung: Die hohen Geräte sind deutlich besser, sie sind allerdings auch merklich teurer. Bei den kleinen Geräten erhielt nur ein einziger Kühlschrank eine gute Note – und das auch nur knapp. Woran liegt es? Zunächst einmal sind die kleinen Geräte schlechter ausgestattet. Sie sind mies ausgeleuchtet, auch fehlt es an einem Alarm, wenn die Tür zu lange offen ist. Die kleinen Geräte kosten auch nur ein Viertel der größeren Kühlgeräte kosten.

Hauptproblem der Kleinen ist ihr Stromverbrauch. Und der relativiert den kleinen Kaufpreis. Der Verbrauch ist nicht nur ökologisch wichtig, er macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar, wenn man die Kosten für die angenommene Lebensdauer von 15 Jahren hochrechnet. Gemessen auf den Inhalt verbrauchen die Kleingeräte viel zu viel Strom. Und mehr als das: Viele der Kleinen haben auch in absoluten Zahlen einen höheren Verbrauch als die Großen.

Handhabung ist wichtig

Den Stromverbrauch bekommt man übrigens nur in den Griff, wenn das Gerät auch richtig bedient wird – was beim Test vorausgesetzt wird. Wer einen großen Kühlschrank meist leer und auch noch gern die Tür offen stehen lässt, spart auch mit einem effizienten Gerät keinen Strom.

Wichtig: Der Kühlschrank sollte nie neben Wärmequellen aufgestellt werden. Der Platz neben dem Backofen ist also tabu. Leider gilt das auch für die Plätze neben Waschmaschine, Trockner, Heizkörper und Geschirrspüler. Gut möglich, dass einen in kleinen Küchenzeilen dieser Tipp nicht weiterhilft. Neben dem reinen Test geben die Warentester weitere Hilfen. Etwa die, dass man den Wärmeaustauscher an der Rückwand des Geräts regelmäßig entstauben muss – das sollte man übrigens auch bei Einbaugeräten tun.

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