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Attentäter von Norwegen Breivik bittet um seelischen Beistand


Er hat mutmaßlich 77 Menschenleben auf dem Gewissen und sitzt deswegen seit zwei Wochen in Isolationshaft. Jetzt bat Anders Behring Breivik um ein Gespräch mit einem Pfarrer. Ermittler stellten derweil fest, dass der Attentäter zum Zeitpunkt der Taten unter Drogeneinfluss stand.

Der seit zwei Wochen in Isolationshaft sitzende norwegische Attentäter Anders Behring Breivik hat um ein Gespräch mit dem Gefängnispfarrer gebeten. Sein Mandant spüre die Härte der vom Richter angeordneten Isolation, sagte Breiviks Anwalt Geir Lippestad am Montag der Internet-Ausgabe der Zeitung "Aftenposten".

Weil die norwegische Polizei einen Selbstmordversuch befürchtet, befindet sich der 32-jährige Attentäter im Gefängnis unter ständiger Beobachtung. Der rechtsradikale Islamhasser hatte am 22. Juli mit einer Autobombe im Osloer Regierungsviertel und bei einem Massaker auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet.

Psychiater beginnen mit ihren Untersuchungen

In dieser Woche sollen Psychiater damit beginnen, ein Gutachten über den Geisteszustand des Attentäters zu verfassen. Bis zum 1. November soll der Bericht der Sachverständigen vorliegen. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörden sagte dazu am Montag, Breiviks 1500-seitiges Manifest dürfte ein wichtiger Schlüssel bei den Bemühungen sein, den Täter und seine Motive einzuschätzen. Er das Manifest kurz vor seinen Anschlägen ins Internet gestellt. Unter anderem hatte er darin erklärt, Anabolika eingenommen zu haben,

Die Ermittler im Fall können diese Angaben teilweise bestätigen. Sie gaben an, dass Breivik während seiner Taten unter Einfluss von Drogen stand. "Ich kann bestätigen, dass er illegale Drogen genommen hatte", sagte Polizeistaatsanwalt Paal-Fredrik Hjort Kraby am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Dies hätten entsprechende Bluttests ergeben. Angaben zur Art der verwendeten Drogen wollte er nicht machen.

Auch der Anwalt des 32-Jährigen, Geir Lippestad, hatte wenige Tage nach den Anschlägen im Regierungsviertel von Oslo und auf das Jugendcamp der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya gesagt, sein Mandant habe Drogen genommen, um sich "stark" zu machen und wachzuhalten. Hjort Kraby zufolge nahm Behring Breivik neben Anabolika noch weitere Drogen.

hw/DPA/AFP DPA

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