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Aufatmen in Bad Muskau: Fürst-Pückler-Park übersteht Hochwasser glimpflich

Das Bangen um Sachsens einziges Weltkulturerbe ist vorüber. Ein wenig Wasser im Keller, etwas brauner Schlamm am Boden - so die Bilanz des Neiße-Hochwassers vom Montag. Bereits am Wochenende soll der zum Weltkulturerbe zählende Park wieder für Besucher geöffnet werden.

Der zum Weltkulturerbe gehörende Fürst-Pückler-Park im sächsischen Bad Muskau hat das Neiße-Hochwasser offensichtlich glimpflich überstanden. Es habe keine größeren Schäden gegeben, sagte Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. In dem im Park gelegenen Schloss sei lediglich ein bisschen Grundwasser und etwas Wasser durch die Kellerfenster eingedrungen, das jetzt abgepumpt werden müsse. Im Vergleich zum großen Hochwasser von 1981 habe sich zudem im Park verhältnismäßig wenig brauner Schlamm abgelagert. Bänder geht davon aus, dass der Park zum Wochenende wieder für Besucher geöffnet werden kann.

In Bad Muskau hatte das Neiße-Hochwasser am Montagmorgen seinen Scheitelpunkt erreicht. Weite Teile des berühmten Fürst-Pückler-Parks, der sich über Gebiete in Deutschland und Polen erstreckt, standen unter Wasser. Das Wasser geht aber bereits seit Montagnachmittag wieder zurück, auch aus den anderen Hochwasserregionen wurden sinkende Pegelstände gemeldet. In Görlitz, wo die Neiße-Flut erhebliche Schäden anrichtete, wurde der Katastrophenalarm inzwischen aufgehoben. Auch in Zittau gilt kein Katastrophenalarm mehr.

Die Hochwasserschäden in der Sächsischen Schweiz beschränken sich nach Einschätzung des Tourismusverbandes auf drei Regionen. Zerstörungen gebe es vor allem im Kirnitschtal sowie in Bad Schandau und Sebnitz, sagte Geschäftsführer Tino Richter in MDR INFO. 95 Prozent der touristischen Angebote wie etwa Pirna oder Rathen könnten aber genutzt werden.

AFP / AFP