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Trotz Protesten: Chinesen feiern Hundefleisch-Festival

Im südchinesischen Yulin wird seit Donnerstag ein ungewöhnliches Gericht angeboten: Das alljährliche Hundefleisch-Festival findet statt. Tierschützer hatten zuvor für ein Verbot des Veranstaltung gekämpft. 

Ein Händler wartet beim Hundefleisch-Festival 2016 auf Kunden

Ein Händler wartet beim Hundefleisch-Festival 2016 auf Kunden

Seit Jahren steht diese südchinesische Tradition in der Kritik: Das Hundefleisch-Festival in Yulin ist am Donnerstag gestartet. Obwohl zunächst ein Verbot in Aussicht gestellt wurde, bekamen Besucher das Fleisch zahlreicher an Ständen und in Restaurants zum Verzehr angeboten, berichteten Tierschützer. 

Tradition oder Tierquälerei?

Die Verkäufer des Hundefleischs berufen sich auf eine Tradition, mit der in Yulin die Sommersonnenwende gefeiert werde. Kritiker des Festes werfen den Veranstaltern dagegen vor, die Tiere zu quälen und vor ihrem Tod in zu enge Käfige einzusperren. Teilweise handele es sich auch um gestohlene Haustiere.

Wegen anhaltender Proteste gegen das Fest geht die Zahl der getöteten Tiere in Yulin seit Jahren zurück. Anders als die Tierschutzorganisationen Duo Duo und Humane Society International im Vorfeld mitgeteilt hatten, kam es in diesem Jahr jedoch nicht zu einem Verkaufsverbot. Händler und Behörden hätten kurzfristig einen Kompromiss getroffen, damit das Fleisch in reduzierter Menge noch angeboten werden könne.  


fri / DPA