27. "school shooting" in diesem Jahr Die USA haben sich ans Sterben gewöhnt. Auch der Amoklauf in Uvalde wird nichts ändern

Washington, USA: Joe Biden vor seiner Ansprache an die Nation
Joe Biden vor seiner Ansprache an die Nation. In diesem Jahr verzeichnen die USA bereits den 27. Amoklauf an einer Schule. 
© Jim LoScalzo / Pool via CNP / Picture Alliance
Die USA erleben einen traurigen Tag: Ein junger Mann hat in Uvalde, Texas, 19 Kinder und zwei Erwachsene erschossen. Am Abend spricht Präsident Biden zu einer trauernden Nation – und viele ahnen, was nun passieren wird. Unser Korrespondent berichtet aus einem betäubten Land.

Die Erkenntnis braucht nicht lange, schon am Abend, wenige Stunden nach der Tat, wird klar, was Amerika lernen wird aus der Tragödie von Uvalde, Texas, aus dem Tod von 19 Kindern und zwei Erwachsenen in einer Grundschule.

Nichts.

Es gibt so wahre Sätze, die brutal sind. Dieser ist so einer: Was in Uvalde passiert ist, gehört zum Leben in den USA dazu. Zu oft ist es schon passiert, ohne dass sich danach etwas geändert hat. Es ist das 27. "school shooting", wie sie hier sagen – die 27. Schießerei in diesem Jahr an einer Schule. Womit schon klar wird, dass es auch im Deutschen auch kaum taugliche Begriffe dafür gibt, was da eigentlich immer geschieht: ein Amoklauf? Ein Massaker? Ein Massenmord?

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