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Einkaufszentrum in Doha: Kita-Brand fordert 19 Menschenleben

Bei einem Feuer im Kinderhort eines Einkaufszentrums im Golfemirat Katar sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich viele Kinder.

Beim Brand im größten Einkaufszentrum in Katars Hauptstadt Doha sind am Montag 19 Menschen getötet worden, darunter 13 Kinder. Das Feuer brach aus zunächst unbekannten Gründen in einer Kinderkrippe im Obergeschoss des Gebäudes aus, wie das Innenministerium am Montag mitteilte. 17 weitere Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen Feuerwehrleute. Die Behörden ordneten eine Untersuchung an, Medien stellten am Dienstag die Sicherheitsauflagen für die Kita in Frage, die offenbar nur über eine Treppe zu erreichen war.

Bei den getöteten Kindern handelte es sich um sieben Mädchen und sechs Jungen, wie das katarische Innenministerium auf dem Internetkurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Insgesamt überlebten nur sieben von 20 in der Kita betreuten Kindern die Katastrophe. Zudem kamen alle vier Erzieherinnen und zwei Angehörige des Zivilschutzes ums Leben, alle Opfer erstickten demnach an Rauchgas.

Vier der getöteten Kleinkinder waren Spanier, wie das Außenministerium in Madrid mitteilte. Drei davon seien Geschwister im Alter zwischen zwei und sieben Jahren gewesen, berichtete die staatliche spanische Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf das Bauunternehmen OHL, für das der Vater der Kinder in Doha arbeitet. Bei dem vierten spanischen Opfer handelte es sich nach diesen Angaben um ein Mädchen im Alter von sieben Jahren. Zuvor hatte das französische Außenministerium den Tod eines dreijährigen französischen Mädchens bestätigt. Zudem sollen sich Drillinge aus Neuseeland unter den Toten befinden. Den Angaben zufolge arbeiteten die Eltern der spanischen und neuseeländischen Opfer in Katar, dessen zwei Millionen Bewohner mehrheitlich Ausländer sind.

Verantwortliche gingen zunächst von Fehlalarm aus

Nach dem Ausbruch des Feuers gegen 11.00 Uhr Ortszeit waren die 20 Kinder in der Krippe nach Angaben von Innen-Staatssekretär Abdallah bin Nasser al-Thani von Flammen eingeschlossen. Die Rettungskräfte mussten über das Dach in die im ersten Stock liegende Krippe vordringen, weil die Treppen vom Erdgeschoss aus durch die Flammen zerstört worden waren. Polizei und Zivilschutz seien wenige Minuten nach dem Alarm vor Ort gewesen, erklärte al-Thani.

Die genaue Ursache für den Ausbruch des Feuers blieb zunächst unklar. Kronprinz Scheich Tamim bin Hamad al-Thani ordnete die Einrichtung einer Untersuchungskommission an. Ein neuseeländischer Journalist, der zum Zeitpunkt des Brandes in der Mall war, kritisierte, die Verantwortlichen in dem Einkaufszentrum hätten zu langsam reagiert. So habe er 15 Minuten nach dem Feueralarm noch mit seinem Kind auf einem Spielplatz gespielt, weil ein Angestellter von einem Fehlalarm ausgegangen sei, sagte Tarek Bazley dem Sender "Radio New Zealand". Erst weitere zehn Minuten später sei ein anderer Mitarbeiter gekommen, der Alle zum sofortigen Verlassen des Einkaufszentrums aufgefordert habe.

Medien kritisieren Nachlässigkeit der Behörden

Medien stellten am Dienstag die Sicherheitsauflagen für die Kita in Frage. "Hat dieser Kindergarten die Bedingungen für eine Genehmigung erfüllt?" fragte die Zeitung "Al-Watan". Die Behörden müssten erklären, wie die Kleinkinder an einem offensichtlich "nicht genügend ausgerüsteten Ort" gehütet werden konnten. Die Zeitung "Al-Raja" schrieb gar von "Nachlässigkeit, die vorsätzlichem Mord gleichkommt".

Die Einrichtung des größten Einkaufszentrums von Doha, die "Villagio Mall", ist von Venedig inspiriert. Die Geschäfte und Restaurants liegen an Kanälen, auf denen die Besucher mit Gondeln fahren können.

jwi/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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