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Erdbeben im Nordosten Japans: Aufatmen nach schweren Erschütterungen im Inselreich

11.45 Uhr, Mittagszeit im Nordosten Japans. Plötzlich beginnt die Erde zu beben. 20 Sekunden lang. Japan gehört zu einem der am meisten von Erschütterungen heimgesuchten Gebiete. Ein schweres Erdbeben, das am Mittwoch in Teilen des Landes die Häuser wanken ließ, verlief jedoch gimpflich.

Das Beben hatte eine Stärke von 7,3. Die Erschütterung war auch in Tokio zu spüren. Trotz der Stärke kam es nicht zur Katastrophe: Nach dem Beben warnten die Behörden vor einem Tsunami, hebten die Warnung aber später wieder auf. Verletzte gab es nach aktuellen Berichten keine.  

20 Sekunden habe es gedauert, sagte Yoshiyuki Sato, Mitarbeiter der Behörden in der 300 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegenen Stadt Kurihara. "Die Erschütterungen waren relativ stark, aber im städtischen Regierungsgebäude ist nichts aus den Regalen gefallen."

Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 10 Kilometern unter dem Meeresboden 160 Kilometer vor der Küste der Halbinsel Ojika. Auch in der Hauptstadt Tokio gerieten Hochhäuser ins Schwanken. Die nationale Meteorologische Behörde in Tokio erwarten jedoch keine größeren Schäden durch das Beben.

Die Hochgeschwindigkeitszüge in der Erdbebenregion stoppten, setzten dann aber ihre Fahrt wieder fort. Auch die Sicherheit der sich dort befindlichen Atomkraftwerke ist nicht in Gefahr. Betreiber Tokyo Electric und Tohoku Electric teilten mit, ihre Anlagen in den Präfekturen Aomori, Miyagi und Fukushima seien nicht beschädigt worden. Japan ist eines der am schwersten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

liri/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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